Ethik

Das Ethik-Programm von L’ORÉAL

Das Ethik-Programm von L’ORÉAL versteht sich als freiwilliges, vorausschauendes Engagement, das sich parallel zum Wachstum der Unternehmensgruppe entwickelt. Kernpunkte des Programms unter Leitung des Ethik-Direktors sind:
- Leitlinien und Empfehlungen
- Kommunikation
- Fortbildung
- Open Talk
- Monitoring

Leitlinien und Empfehlungen : Das Büro des Ethik-Direktors erarbeitet für die Geschäftsführung regelmäßig Empfehlungen zur ethischen Entscheidungsfindung und veröffentlicht Materialien und Grundsatzpapiere zu verschiedenen Themen. Als jüngste Beispiele seien genannt ein Risikoanalyseinstrument für Geschäftsführungsorgane und ein Grundsatzpapier zur Kinderarbeit.


Kommunikation : Das Büro des Ethik-Direktors ist für die Ethik-Intranetseite zuständig, die allen Mitarbeitern offen steht und auch für Sehbehinderte zugänglich ist. Auf der Seite finden sich Informationen und Materialien wie zum Beispiel das nach der „Maze-Methode“ entwickelte Ethik-Lernprogramm. Außerdem unterstützt das Büro des Ethik-Direktors die einzelnen Länder bei der Entwicklung regionaler Kommunikationskampagnen zu verschiedenen ethischen Fragestellungen.


Fortbildung : Das Ethik-Lernprogramm kombiniert verschiedene Lerntechniken und wird so weit wie möglich in bestehende Schulungseinheiten integriert, um die alltäglichen Arbeitssituationen möglichst genau abzubilden. Das Ziel ist nicht nur, die Mitarbeiter in bestimmten ethikbezogenen Themen wie Korruption, Lieferkettenmanagement usw. zu schulen, sondern eine Reihe von ethischen Kompetenzen aufzubauen, darunter „Wie beweise ich hohe persönliche Integrität“, „Ethische Urteilsbildung“ und „Ethische Betrachtung von Geschäftsfällen und ihr Zusammenhang mit der Wertschöpfung“.


Open Talk : Wir ermutigen alle Mitarbeiter dazu, ihre Ansichten offen zu äußern, für ihre Meinung einzutreten und unzulässige Verhaltungsweisen oder Forderungen zu melden. Wir verstehen, dass Mitarbeiter Bedenken bezüglich bestimmter Verhaltensweisen haben können und Beratung und Hilfestellung benötigen. Der übliche Weg ist in solchen Fällen, dass der Mitarbeiter seinen Vorgesetzten anspricht. Falls ihm dieser Weg aus irgendwelchen Gründen unangenehm sein sollte, kann er sich an den zuständigen Personalleiter wenden. In manchen Ländern stehen weitere Einrichtungen zur Verfügung, wie z.B. Mitarbeitervertreter, Beschwerdeverfahren oder eine Helpline. Letztlich zuständig für die Einhaltung der Ethik-Leitlinie ist der verantwortliche Manager jedes Landes. Falls ein Mitarbeiter sein Anliegen auf regionaler Ebene geäußert hat und sich mit der erhaltenen Antwort nicht zufrieden geben möchte, oder der seltene Fall eintreten sollte, dass die Meldung einer Angelegenheit vor Ort nicht angemessen scheint, kann sich der Mitarbeiter an den Verantwortlichen für Ethik der L’ORÉAL-Gruppe wenden.


Monitoring : Mit Einführung der jährlichen Berichterstattung auf Länderebene zu ethischen Fragen, darunter Informationen zur Ethik-Leitlinie, Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, Diskriminierung, sexuelle und psychische Belästigung sowie Integrität und Loyalität, wurde seit 2005 eine Bewertung des bereits Erreichten möglich. Die L’ORÉAL-Gruppe garantiert die Wahrung der Grundrechte und speziell der grundlegenden Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation durch ihre Lieferanten. Alle L'ORÉAL-Lieferanten müssen sich zur Einhaltung dieser ethischen Standards verpflichten und mit einer Überprüfung einverstanden erklären.

Diese Sozialaudits werden von externen Prüfern durchgeführt und beinhalten folgende Themenfelder:

• Kinderarbeit
• Zwangsarbeit
• Gesundheit und Sicherheit
• Koalitionsfreiheit
• Nichtdiskriminierung
• Disziplinarmaßnahmen
• Sexuelle und psychische Belästigung
• Vergütung
• Arbeitszeit
• Beziehungen zu Unterauftragnehmern und Lieferanten

Seit 2005 wurden 1043 Audits durchgeführt, das Ziel für 2008 sind 500 Audits.

In 2006 wurden unsere eigenen Fabriken und Lager geprüft. Der Fairness halber wurden die Audits unserer Standorte von den gleichen externen Prüfern vorgenommen und nach exakt den gleichen Standards, die wir für unsere Lieferanten und Unterauftragnehmer festgelegt haben.

Zum 31. Dezember 2006 waren bereits 101 Standorte in 40 Ländern geprüft worden. Im Rahmen der Audits konnten wichtige Punkte bestätigt werden, z.B. dass bei L’ORÉAL keine Personen unter 16 Jahren beschäftigt sind. Es wurden aber auch Felder mit Optimierungsbedarf festgestellt, wie notwendige Nachbesserungen beim Gesundheitsschutz und der Arbeitssicherheit und eine bessere Kontrolle der Arbeitszeit. All diese Punkte wurden in Pläne für Korrekturmaßnahmen aufgenommen, deren Umsetzung sowohl intern als auch durch Folgeaudits seitens externer Prüfer überwacht wird.

Link zu Informationen über das L’ORÉAL-Ethikprogramm: