Prognoseverfahren

Anhand eines Prognosemodells können die L'Oréal-Forscher weit im voraus wissenschaftlich ermitteln, ob ein neues Produkt und seine Inhaltsstoffe unbedenklich und wirksam sind.

Forscher des Gerland Predictive Evaluation Center

Researchers at the Gerland Predictive Evaluation Center

Forscher des Gerland Predictive Evaluation Center

Researchers at the Gerland Predictive Evaluation Center

Unser Zentrum für prognostische Evaluierung in Gerland ist Vorreiter einer neuen Vision ethischer und aktiver Schönheit
Laurent Attal Executive Vice President, Forschung and Innovation

In der Kosmetikwelt kann man durch Evaluierung sicherstellen, dass die angebotenen Produkte und ihre Inhaltsstoffe unbedenklich und wirksam sind. Auf diesem Gebiet hat L'Oréal Bahnbrechendes geleistet, nicht zuletzt aufgrund seiner Kompetenz im Bereich Hautmodelle, an denen der Konzern bereits seit mehr als 30 Jahren arbeitet. Diese Hautmodelle entsprechen exakt der Struktur menschlicher Haut und bilden die Bedingungen, unter denen ein Produkt aufgetragen wird, optimal nach. So erlauben sie die Prognose möglicher physiologischer Reaktionen beim Menschen. Mit Hilfe dieses wundervollen Werkzeugs werden Tausende Rezepturen und Hunderte Inhaltsstoffe pro Jahr getestet. Seit 1989 und damit 14 Jahre früher als gesetzlich vorgeschrieben führt der Konzern deshalb keine Tierversuche mehr durch. Das neue Zentrum im französischen Gerland bei Lyon befasst sich ausschließlich mit prognostischer Evaluierung und erzeugt 130.000 Einheiten rekonstruierter menschlicher Haut pro Jahr.

Die Wissenschaft der prognostischen Evaluierung


Ethical Beauty
Text zum Video

Ethical Beauty

Die Modelle menschlicher Haut und anderer Gewebe (beispielsweise der Hornhaut des Auges) werden heute industriell erzeugt und in ein globales Prognoseprogramm integriert, das mit hochmodernen Werkzeugen und Techniken arbeitet: Molekülmodelle, Expertensysteme, Statistikwerkzeuge, bildgebende Verfahren, robotergesteuerte Plattformen ....
Neue Testverfahren und das in mehr als einem Jahrhundert gesammelte Wissen haben es L'Oréal ermöglicht, Unbedenklichkeit und Wirkung eines Inhaltsstoffs sowie des Produkts, in dem er verarbeitet wird, schon vor der eigentlichen Synthese vorauszusagen. Das Zentrum für prognostische Evaluierung in Gerland bildet das Herzstück eines internationalen Netzes, das von Frankreich bis nach Asien reicht – in Pudong wurde 2010 erstmals asiatische Haut rekonstruiert.

Die fabelhafte Geschichte des künstlichen Hautmodells

Anfang der 1980er Jahre konnte ein junger Biologe in einem L'Oréal-Labor nahe Paris die menschliche Epidermis nachbauen. Hautmodelle wurden seither stetig weiterentwickelt und bieten heute Merkmale, die der echten menschlichen Haut immer mehr ähneln. So kann bereits vor Entwicklung eines Produkts prognostiziert werden, ob Rezeptur und Inhaltsstoffe unbedenklich und wirksam sind. Die Modelle dienen auch der Auswahl neuer Wirkstoffe gegen Hautalterung, Pigmentstörungen oder Schäden durch Sonneneinstrahlung. Sie beantworten viele Fragen der Wissenschaftler zu den Geheimnissen der menschlichen Haut. L'Oréal kann heute neben der Haut auch weitere Gewebe nachbilden (u.a. Hornhaut des Auges, Zahnfleisch und Lungenschleimhaut).