Haut- und Haartypen

Für die Erforschung der vielfältigen Haar- und Hauttypen haben die L'Oréal Forscher maßgeschneiderte Werkzeuge entwickelt, um möglichst präzise Analyseergebnisse zu erhalten.

Ethnische Herkunft, Alter, Ernährung, geographische Umgebung, kulturelles Umfeld – viele Faktoren beeinflussen die Eigenschaften von Haut und Haar. Sowohl Haardichte und Haarwachstum als auch Lockigkeit und Durchmesser des Haars sind in Asien, Europa und Afrika sehr unterschiedlich. Diese außerordentliche Vielfalt zu kennen und zu berücksichtigen ist für die L'Oréal-Forscherteams eine riesige Herausforderung. Um sie bestmöglich nutzen zu können, wurden zahlreiche Studien durchgeführt sowie Werkzeuge zur präzisen und objektiven Messung entwickelt.

Eine neue Landkarte der Hautfarben


Die Farbpalette zeigt 66 Hautfarben

Color chart displaying 66 skin tones

Je mehr man über Hauttypen und die biologischen Mechanismen der Hautveränderung weiß, desto besser kann man Alterungserscheinungen und Sonneneinstrahlung entgegenwirken, desto einfacher ist es auch, maßgeschneiderte Kosmetika anzubieten. Eine der Studien befasste sich mit tatsächlicher und empfundener Hautfarbe. Die Forscher von L'Oréal ermittelten die Hautfarbe von Frauen auf der ganzen Welt. Dafür führten sie zum einen zahlreiche Interviews, in denen sie die Frauen baten, ihre Hautfarbe auf einer Farbkarte mit 66 Tönen anzuzeigen, und benutzten zum anderen ein von L'Oréal patentiertes Farbmessinstrument namens "Chromasphere®". So konnte eine Landkarte der Hautfarben weltweit erstellt werden. Auf Grundlage objektiver Elemente lassen sich Kosmetika an die Erwartungen unterschiedlicher Verbraucher anpassen. Das beeinflusst das Angebot von Make-Up-Farben und erleichtert die Beurteilung, ob Hautpflegeprodukte ausgleichend oder mattierend wirken können.

Präzise Klassifizierung der vielfältigen Haartypen


Die Forscher haben auch Werkzeuge entwickelt, mit denen sie die verschiedenen Haartypen analysieren können und neben den traditionellen drei Haartypen (afrikanisch, asiatisch und europäisch) in einem wissenschaftlichen Verfahren den Lockengrad gemessen: Durchmesser der Krümmung, Lockenindex, Anzahl Wellen und Spiralen. Untersucht wurde das Haar von mehr als 7.500 Menschen aus 23 Ländern. So konnte eine ausführliche Klassifizierung der Haartypen in 8 Kategorien aufgrund der Lockigkeit erarbeitet werden, von gerade (1) bis lockig (8) und unabhängig von der ethnischen Herkunft. Die Ergebnisse der Studie wurden in einer Fachzeitschrift veröffentlicht und berücksichtigen ebenfalls Familien mit Mitgliedern unterschiedlicher Rassen sowie demographische Migration. In einem Land wie Brasilien, dessen Bevölkerung aus vielen verschiedenen Rassen stammt, finden sich sechs unterschiedliche Lockigkeitsgrade. Ein weiteres Beispiel ist ein gemeinsam mit Dassault Systèmes entwickeltes Werkzeug, das Haar und seine Bestandteile dreidimensional darstellen kann und mit dessen Hilfe die biologischen Mechanismen untersucht und eine Verbindung zwischen der Form der Haarwurzel und dem Grad der Lockigkeit nachgewiesen werden konnte (ist die Haarwurzel gebogen wie ein Golfschläger, ist auch das Haar lockig).


  • The aging of a European woman's skin

    The aging of a European woman's skin

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  • The aging of an Asian woman's skin

    The aging of an Asian woman's skin

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  • The aging of a African woman's skin

    The aging of a African woman's skin

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  • The aging of a European man's skin

    The aging of a European man's skin

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  • The aging of an Asian man's skin

    The aging of an Asian man's skin

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Ein globales HAARFORSCHUNGSZENTRUM

2012 hat L'Oréal in Paris-Saint-Ouen ein globales Haarforschungszentrum eröffnet, das die Arbeit von sechs über die ganze Welt verteilten Regionalzentren koordiniert. Dort werden die Kompetenzen der L'Oréal-Forschung in drei Bereichen gebündelt, nämlich Haarfarbe, Haarpflege (Shampoo, Spülung) und Form inklusive Styling, Dauerwelle, Glätten und Entkräuseln.