Einsatz modernster Technik

Die L‘Oréal-Forschung verfügt über neueste Technik. Damit kann sie ihr Wissen über Haut und Haar ständig erweitern.


Die Innovationsstrategie von L‘Oréal beruht auf der Entwicklung von Wirkstoffen und Rezepturen, wobei die Forscher-Teams auf modernste Technik zurückgreifen können. Der technische Fortschritt im Bereich bildgebende Verfahren, Robotertechnik und 3D-Modelle unterstützt die Entwicklung innovativer Produkte. Mit diesen modernen Werkzeugen können die Forscher realistisch und nicht-invasiv beurteilen, wie etwas auf Haut oder Haar wirkt, oder Auswahl bzw. Darstellung wirksamer Moleküle beschleunigen.

Die "virtuelle Biopsie" ermöglicht einen Blick in die Haut


Die Haut wird mit einem biophotonischem Mikroskop untersucht

Observing the skin through biophotonic microscopy

Lange Zeit dachte man, man müsse ins Gewebe schneiden, um in den menschlichen Körper schauen zu können. Mit Hilfe bildgebender Verfahren hat die Medizin dafür nicht-invasive Möglichkeiten entwickelt. Eine davon ist die biophotonische Mikroskopie.

Dieses bildgebende Verfahren hat es den L'Oréal-Forschern ermöglicht, in Echtzeit dreidimensionale Bilder der Haut, ihrer Schichtdicke, ihres Aufbaus und ihrer Zusammensetzung im Mikronbereich zu erstellen. So kann man die Wirkung von Inhaltsstoffen oder Rezepturen auf die Epidermis und die obere Dermisschicht testen.

Gemeinsam mit den Teams des Optik- und Biotechnologie-Labors (LOB) der Ecole Polytechnique in Paris haben die L'Oréal-Forscher das Verfahren erfolgreich auf Hautmodelle ausgedehnt. Es ist ihnen somit gelungen, innere Hautschichten zu erforschen, Zellschichten zu zählen und Bildung sowie gebildete Menge von Collagen und Elastin nach dem Auftragen eines Produkts oder als Folge der Hautalterung zu beobachten.

Der SkinChip®-Sensor, ein hochleistungsfähiges Messinstrument


L'Oréal kann den Feuchtigkeitsgehalt der Haut mit einem sehr wirksamen Instrument testen, dem SkinChip®-Sensor. Dieser liefert innerhalb von Zehntelsekunden sehr präzise Bilder der Haut und setzt die Mikrostruktur hochauflösend um. Dank dieser Darstellung des Feuchtigkeitsgehalts lassen sich Produkte entwickeln, die der Hautalterung besser entgegenwirken können.

L'Oréal nutzt den SkinChip® bisher nur in der Kosmetik; der Einsatz in der Dermatologie ist ebenfalls denkbar.

Roboter unterstützen die Forscher


Die Arbeit der Forscher ist im wesentlichen kreativ. Mit dem HTS-Verfahren (High Throughput Screening) können die L'Oréal-Chemiker und -Biologen Routineaufgaben automatisiert abwickeln, so dass mehr Zeit für kreative Arbeit bleibt. Dieses Hochdurchsatz-Verfahren zur Auswertung von Zielmolekülen funktioniert unter Einsatz von Robotern, die vollautomatisch kleinste Mengen der fraglichen Moleküle abmessen und chemisch und biologisch untersuchen. So lassen sich pro Jahr Zehntausende Moleküle testen und die wirksamsten herausfinden.

Haar-Animation in 3D


Der Mensch hat auf dem Kopf 120.000 bis 150.000 Haare, die glatt, lockig, kraus, kurz oder lang sein können. Ihre äußerst komplexen Bewegungen hatte man bislang nicht erfolgreich im Modell darstellen können. Die Kosmetikindustrie ist aber nicht die einzige Branche, die sich für Haarmodelle interessiert. Auch der Markt für 3D-Animation und Videospiele sucht nach einer realistischeren Darstellung der Haarbewegung seiner Figuren. Es ist eine echte Herausforderung, die Bewegungen des nassen Haares oder nach dem Schnitt bzw. Wachsen vorherzusagen. Im Jahr 2000 konnte man zunächst das erste mathematische Modell eines einzelnen Haares erstellen; es folgten eine Haarsträhne und schließlich ein ganzer Haarschopf. Hierbei arbeitete man mit dem französischen INRIA-Forschungsinstitut für Computerwissenschaften in Grenoble zusammen, das sich auf die Darstellung komplexer Szenen spezialisiert hat. 2006 hatte man endlich Erfolg und konnte ein dynamisches, konfigurierbares Modell eines ganzen Haarschopfes präsentieren. Diese Weltpremiere eröffnete den L'Oréal-Forschern ganz neue Möglichkeiten sowie Ideen für Evaluierungswerkzeuge.


Virtually Yours
Text zum Video

A head of hair is made up of 150,000 individual hairs that can be straight, wavy, curly, frizzy, short or long. At the slightest movement or breeze, they each behave with a certain level of independence. Their movement is a natural phenomenon so complex, that no one has been able to create an equation or produce a comparable simulation. No one knows how to accurately predict the movement of a given head of hair or the bounce of a curl, or anticipate how hair will act when cut or wet or after it has grown. This is the challenge that L’Oréal group’s advanced research teams took on in the year 2000.

The challenge was to link both static and dynamic form and properties to the intrinsic factors of hair. Faced with the complexity of the problem, L’Oréal entrusted a young researcher in mathematical physics with the task of creating a configurable static model that would describe the mechanical behavior of a single hair, whatever its ethnicity.

But expanding this model to a full head of hair entailed other difficulties.

There was the issue of hair-to-hair interaction, as well as the issue of contact with the head and shoulders.

Our proposition was to settle for mechanically animating 100 to 200 guide hairs depending on hair type, then to use a combination of interpolation and extrapolation methods to be able to move onto a full head of hair, displaying thousands of strands.

The static simulation was a perfect representation of reality. However, a dynamic version remained volatile.

With the integration of the super helix model in the spring of 2006, a dynamic, configurable model of a full head of hair finally saw the light of day.

The gamble paid off. This new tool is the first in the world, paving the way for tremendous experiments by the research teams of L’Oréal.