Wirkstoffe

Die Entwicklung neuer Wirkstoffe gehört zu unseren Stärken. Unsere Forscher setzen dabei auf synthetische Chemie und Biotechnologie.

Eine der Stärken der L'Oréal-Forschung ist die Fähigkeit der Teams, im Dienste der Schönheut neue und leistungsstarke Wirkstoffe zu entwickeln. Eine dynamische Patentpolitik schützt die neuen Wirkstoffe, die Eigentum des Konzerns sind, jahrzehntelang. Sie bilden einen wichtigen Fundus und spielen eine große Rolle in der Innovationsstrategie des Konzerns. Sie entstehen im wesentlichen auf zwei Wegen: erstens mittels synthetischer Chemie, ein sanftes und umweltfreundliches Verfahren und die Grundlage für die Kompetenz des Konzerns. Zweitens durch Biotechnologie, in die L'Oréal seit Ende der 1980er Jahre verstärkt investiert, und die sich auf Moleküle aus dem Meer, aus Bakterien oder Pflanzen konzentriert.

Entdifferenzierte Rosenzellen − 2012


Undifferenzierte Zellen

Undifferentiated cells

Botanische Biotechnologien sind eine reiche Innovationsquelle für die Schönheit, sie liefern vor allem neuartige Wirkstoffe. Eines der hervorstechendsten Merkmale einer Pflanze ist ihre Fähigkeit, sich nach Aggression – beispielsweise nach dem Zurückschneiden von Rosen im Herbst – zu regenerieren. Diese Fähigkeit hat damit zu tun, dass in Blättern, Wurzeln und Knospen Stammzellen zu finden sind. Seit 1995 unterhält L'Oréal in Tours ein Biotechnologiezentrum für Pflanzenzellkulturen. Aus den Stammzellkulturen einer einzigartigen Delbard-Rosenart konnten die Forscherteams ein Extrakt gewinnen, der die Hautregenerierung fördert. In Tests hat sich gezeigt, dass die Epidermis dicker wird, Wachstumsfaktoren ausgeschüttet werden und sich Gewebe regeneriert.

Stemoxydine – 2012


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Stemoxydine®

Viele Männer und Frauen haben das Gefühl, sie hätten plötzlich "weniger Haare". Das ist nicht zwingend ein Resultat von Haarausfall, sondern auf weniger dichtes Haar zurückzuführen. Übeltäter sind die von L'Oréal 2001 entdeckten Stammzellen und Haarfollikel, die ihre natürliche Regenerierungsfähigkeit eingebüßt haben. Um diesen Prozess zu simulieren, haben die L'Oréal-Forscher Stemoxydine entwickelt, einen Wirkstoff, der das optimale Umfeld von Stammzellen im Haarfollikel nachahmt und dadurch stagnierendes Haarwachstum fördert. Der Wirkstoff fand Eingang in die Rezeptur von Neogenic, einer Haarkur aus dem Hause Vichy, die nachweislich die Haarfülle (Anzahl und Durchmesser) innerhalb von 3 Monaten steigert.

LR 2412® − 2011


LR 2412®

LR 2412®

LR 2412® ist eine der neuesten Entwicklungen der L'Oréal-Forschung und beruht auf der Vernarbungskraft von Pflanzen. Der Stoff wirkt der Hautalterung entgegen. Es handelt sich um ein Derivat der Jasmonsäure, das altersbedingte Hautschäden verhindern und reparieren kann. Sein Nutzen liegt in der außerordentlichen Bioverteilung, mit der er in alle Hautschichten eindringen kann. Seine beachtlichen Eigenschaften lösen eine Reihe von Micro-Transformationen aus und sorgen für eine regenerative Kraft, die direkt auf die Epidermis und ihre Spannkraft wirkt. Das stärkt die Haut und macht sie elastischer. Außerdem kann er Zeichen der Hautalterung entgegenwirken und beispielsweise Unebenheiten und feine Fältchen glätten und Trockenheit oder den Verlust von Elastizität korrigieren. Der Stoff wurde 2011 in Seoul beim Welt-Dermatologenkongress WCD erstmals vorgestellt und im gleichen Jahr in die Hautpflegeserie Visionnaire von Lancôme integriert.


LR 2412

Probiotic ST 11 − 2010


Probiotic ST 11

Probiotic ST 11

Wirkt gegen Schuppen, aber von innen: diese Herausforderung haben die Forscher von L’Oréal und Nestlé gemeinsam gemeistert. Sie konnten ein Probiotikum namens Lactobacillus paracasei ST11 isolieren, das die Schuppenbildung sowie ihre Begleiterscheinungen (Juckreiz, Hautreizungen...) signifikant reduziert, indem es die Barrierefunktion der Kopfhaut stimuliert. ST11 wird jetzt von der Marke Innéov als kosmetisches Nahrungsergänzungsmittel mit Namen innéov Gesundes Haar SD™. angeboten. Die Wirksamkeit wurde in einer über 90 Tage laufenden klinischen Studie belegt.

Intra-Cylane® − 2010


Intra-Cylane®

Intra-Cylane®

Intra-Cylane® hat die Qualitäten eines außergewöhnlichen Moleküls. Es dringt bis ins Haarinnere vor und bildet dort ein elastisches, aber äußerst widerstandsfähiges Netz, das für Substanz und Volumen sorgt. Die Forscher fanden den Stoff in einem chemischen Prozess mit Namen Sol-Gel. Dieser Prozess wird vorwiegend in der Glasindustrie angewendet: einige Stoffe werden dadurch von einer wässrigen Lösung in ein festes Gel verwandelt. Intra-Cylane® ist in Volumorphose von Kérastase oder dem Haarserum Fiberceutic von L'Oréal Professional zu finden.

Pro-Xylane® − 2006


Pro-Xylane®

© L'Oréal Research

Um die Hautstruktur, die mit zunehmendem Alter leidet, zu reparieren, haben sich die Forscher auf Moleküle konzentriert, die fähig sind, die Synthese von Mucopolysacchariden (MPS) zu stimulieren. Dieses wichtige Ziel der Anti-Aging-Forschung wurde mit Pro-Xylane® erreicht, einem aus Xylose gewonnenen Stoff, der in Buchenholz (einem in Westeuropa sehr häufigen Baum) zu finden ist. Er löst die Synthese von Mucopolysacchariden in Dermis und Epidermis aus und stimuliert sie. Die Haut wird straffer und geschmeidiger, was in Versuchen nachgewiesen werden konnte (Absolue ßx von Lancôme und Neovadiol von Vichy).

Die Anwendungsforschung konnte im Laufe der Jahre weitere Beweise für die biologische Wirksamkeit des Stoffs sammeln. Pro-Xylane ist in Substiane von La Roche-Posay und Age Interruptor von Skinceuticals enthalten. 2012 kam RevitaLlift Laser X3 von L'Oréal Paris auf den Markt mit dem Claim, auf reife Haut so gut zu wirken wie eine Anti-Aging-Laserbehandlung.


Pro-Xylane®
Text zum Video

Pro-Xylane®

Thermal plankton – 1994


Thermal Plankton

Thermal Plankton

Als L'Oréal im Jahre 1970 Biotherm übernahm, konnten die Forscher in natürlichem Quellwasser einen Inhaltsstoff finden und isolieren, der eine sehr günstige Wirkung auf die Haut hat. Thermalplankton ist ein Mikroorganismus, der seit drei Milliarden Jahren im Quellwasser zu finden ist, und während die meisten Inhaltsstoffe in Kosmetika nur auf ein einziges Ziel wirken, kann der Planktonextrakt gleich mehrere Zellfamilien positiv beeinflussen: Keratinozyten, Langerhans-Zellen und Fibroblasten. Es ist einer der wenigen Wirkstoffe mit einer solch breitgefächerten Palette biologischer Eigenschaften: es entgiftet die Haut, kräftigt und strafft sie und verlangsamt die Hautalterung. Diesen einzigartigen Vorteil für die Haut haben die L'Oréal-Forscher genutzt.

Ceramide R® – 1995


Céramide R®

Céramide R®

Zehn Jahre wissenschaftlicher Arbeit mündeten in Ceramide R®. Ceramide sind Lipide und der "Zellzement" im Haarschaft. Die Forscher wollten etwas entwickeln, was sowohl die Haarfaser stärkt als auch den Haarschaft schützt und glättet. Dieses Molekül wird heute sowohl in der Haarpflege eingesetzt als auch in Mascara, Nagellack und Hautpflegeprodukten. Es wurde erstmals 1995 in einem Elsève-Shampoo von L'Oréal Paris verarbeitet und ist auch Bestandteil von Nutriforce von Lancôme, einer Pflege für trockene Haut, die die Keratinschicht der Haut wieder aufbaut und festigt.

Ionene G® − 1978


Ionene G®

Ionene G®

In den 1970er Jahren gelang es den L'Oréal-Forschern im Rahmen ihrer Suche nach Wirkstoffen, um das Haar vor Dauerwelle und Färben zu schützen, Polymere zu synthetisieren: Makromoleküle, deren Muster sich immer wieder wiederholt. Von den 200 möglichen Substanzen erschien Ionene G am vielversprechendsten. Auf geschädigtes Haar aufgetragen, kann es die Haarfaser reparieren und glätten. Seit Anfang der 1980er Jahre ist der Wirkstoff in den Haarfärbemitteln Crescendo und Majirel sowie den Dauerwellen der Produktfamilie Dulcia enthalten.

Mexoryl® − 1993


Mexoryl®

Mexoryl®

Eines der strategischen Forschungsgebiete von L'Oréal ist seit jeher der Sonnenschutz. Mexoryl SX war in den 1980er Jahren eine wirklich bahnbrechende Innovation. Die Substanz bietet optimalen Schutz vor UVA-Strahlen, deren schädliche Wirkung damals gerade erkannt wurde. Die Substanz ist lichtstabil und lässt sich in die wässrige Phase des Sonnenschutzes integrieren. So konnte L'Oréal sehr wirksame Lichtschutzfilter anbieten. Einige Jahre später patentierte man eine zwei Filtersubstanz, Mexoryl XL. Sie ergänzt Mexoryl SX und bietet ausgeglichenen Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen. Sie wird in die ölige Phase des Produkts eingearbeitet. L'Oréal bietet heute meist Produkte mit beiden Mexoryl-Filtern an und kann deshalb einen besonders breiten Schutz gegen UVA- und UVB-Strahlen anbieten.