Die Geheimnisse der Farbe

Farbe ist ein wesentlicher Bestandteil von Kosmetik. Je besser man die Farbphysik kennt, desto besser kann man sie für ungeahnte Effekte nutzen.

Test: Führt der Kontakt mit Licht zu Irritationen?
Test: Führt der Kontakt mit Licht zu Irritationen?

Die ersten Farbtheorien datieren bereits aus dem 17. Jahrhundert. Farbphysik hängt von der Wechselwirkung von Licht und Materie auf Elektronenebene sowie von der Form eines Objekts ab. Die L'Oréal-Forscher erweitern ihr Wissen auf diesem Gebiet ständig und nutzen es zur Entwicklung neuer Haarfarben und Make-Up-Anwendungen.

Make-Up der neuesten Generation


The Colors of a Butterfly
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The Colors of a Butterfly

Die letzte Neuerung heißt photonisches Make-Up. Dieses Make-Up sieht farblos oder weiß aus, wird aber beim Auftragen auf die Haut, die das Pigment Melanin enthält, farbig und schimmert. In der Theorie ist es einfach, sich vorzustellen, dass mehrschichtige oder vernetzte Strukturen oder Kristalle aus einer weißen oder farblosen Materie farbig erscheinen, sobald Licht darauf fällt. Aber wie kann man das in die Praxis umsetzen und eine Rezeptur entwickeln, die auf Nägeln oder Augenlidern irisiert und schimmert wie ein Opal oder ein Skarabäus? Die Forscher haben einfach die in der Natur vorhandenen Strukturen kopiert und mehrere Glimmerlagen aus Partikeln wie Mica, Silica, vernetzten Polymeren und Quarz gebildet. Je nach Anzahl der Schichten entstanden unterschiedliche Effekte. Eine dünne Schicht schimmert und ihre Farbe verändert sich je nach Winkel des Lichteinfalls.…Je mehr Lagen aus Partikeln oder Metalloxiden (bis zu 200 Schichten!), desto stärker entsteht ein Spiegeleffekt, und die Farbe des übertragenen Lichts ist komplementär zu der des abgestrahlten Lichts.