Genomforschung im Dienste der Schönheit

Dank neuartiger Werkzeuge auf Grundlage von Molekularbiologie, Computertechnik und Robotik hat L'Oréal die Mechanismen der Hautalterung erforschen können.

Labor für Hautbiologie bei L'Oréal

L'Oréal Skin Biology Laboratory

Labor für Hautbiologie bei L'Oréal

L'Oréal Skin Biology Laboratory

Die Genomrevolution


Seit mehr als zehn Jahren erforscht L'Oréal die Genexpression in Haut und Haar und nutzt dafür Werkzeuge der sogenannten "-omik". Die Technik arbeitet mit Werkzeugen aus Molekularbiologie, Computertechnik und Robotik; mit ihrer Hilfe konnte 2001 das menschliche Genom (sämtliche Daten des humanen Gencodes) entschlüsselt werden. Die L'Oréal-Teams benutzen die gleichen Werkzeuge zur Erforschung der Alterung von Haut und Haar und erstellen einen Katalog an Zellsignaturen, die für Zellen, ihren Zustand und ihre Reaktion auf unterschiedliche Belastungen typisch sind.

Jede Haut hat ihre eigene molekulare Signatur


In Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Saint Louis in Paris und dem CHUL in Laval (Quebec) konnten die L'Oréal-Forscher eine Reihe interessanter Entdeckungen zur Genexpression unterschiedlicher Hautzellen machen und zeigen, dass es molekulare Signaturen gibt (das sind Proteine, die für junge bzw. alte Haut charakteristisch sind). So konnten sie Wirkstoffe auswählen, die alternder Haut die gleichen Proteinsignaturen geben können, wie junge Haut sie besitzt. Sie konnten auch beobachten, dass nach mechanischer Belastung die Genaktivität in junger und älterer Haut ähnlich ist, dass sich aber junge Haut bereits nach etwa 5 Stunden "repariert" hat und ältere Haut dafür 30 Stunden benötigt. Hautalterung ist also das Ergebnis wiederholter mechanischer Belastung, die sich nicht richtig regenerieren konnte. Aus dieser Arbeit entstanden zwei Innovationen: Das Serum Génifique von Lancôme aus dem Jahr 2009, und Code Jeunesse von L'Oréal Paris dann 2010.


Beautyomics
Text zum Video

Beautéomique