Verantwortungsvoll Einkaufen

Das L'Oréal-Beschaffungsprogramm "Buy & Care" baut mit seinen Grundpfeilern Sozial-Audits und "solidarische Beschaffung" auf gesellschaftlicher Verantwortung auf.

Argan
Argan

Die gesellschaftliche Verantwortung des Konzerns endet nicht im eigenen Haus, sondern schließt sämtliche Lieferanten weltweit mit ein. Eine Priorität L'Oréals ist die Einhaltung der Menschenrechte und der Respekt der Vielfalt. Darauf baut auch das solidarische Beschaffungsprogramm Buy & Care auf. Für den Lieferanten bedeutet das u.a. regelmäßige Sozial-Audits und ein gemeinsam entwickeltes Einkaufsprogramm.

Sozial-Audits


L'Oréal hat die Global Compact der Vereinten Nationen unterzeichnet und erwartet in diesem Zusammenhang von seinen Lieferanten, dass sie die Vorgaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie die örtlichen Gesetze einhalten, was Mindestlohn, Arbeitszeiten sowie Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz betrifft. Die Sozial-Audits führen unbeteiligte Drittfirmen direkt beim Lieferanten durch. So kann leichter kontrolliert werden, ob die Mindeststandards eingehalten werden. Auch die Zulieferer weltweit sowie die Lieferanten von Rohstoffen, Verpackungen und POS*-Werbematerial aus kritischen Ländern werden entsprechend geprüft. Um die Wahl neuer Lieferanten zu untermauern und die Einhaltung geltender Normen bei bestehenden Lieferanten zu prüfen, werden regelmäßige Audits und die Bewertung von Abläufen in den Bedreichen Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz durchgeführt..

* POS: Point-of-Sale-Werbung - Werbung am Verkaufsort.

Seit 2006 wurden mehr als 3.300 Lieferantenbetriebe geprüft. 567 Audits fanden 2010 statt und 793 im Jahr 2011.


Solidarity Sourcing: sourcing that fights against exclusion
Text zum Video

Des achats solidaires pour lutter contre l’exclusion

Gemeinsam solidarisch einkaufen


Durch sein hohes Einkaufsvolumen hat L'Oréal wirtschaftliche Macht und soziales Gewicht, weshalb der Konzern beschlossen hat, im Rahmen seines 2010 eingeführten solidarischen Beschaffungsprogramms "Solidarity Sourcing" inklusive Geschäftsmodelle zu fördern. Das Programm ist kein Sponsoring oder Benefizprogramm. Es deckt aber alle Regionen und Abteilungen ab und ist wesentlicher Bestandteil des L‘Oréal-Geschäftsmodells. Es öffnet das Beschaffungswesen für neue Lieferanten, die entweder einen guten Kontakt zu wesentlichen Kunden haben oder Menschen beschäftigen, für die es normalerweise schwierig ist, Arbeit zu finden (Behinderte, Benachteiligte, Menschen auf dem Land). Die Lieferanten von L'Oréal haben ihrerseits ähnliche Beschaffungsprogramme eingeführt.

In die Beschaffungsstrategie integrierte Projekte


Gemeinsame Beschaffungsprogramme in Zusammenarbeit mit Experten für sozial verantwortliche und solidarische Wirtschaft (NGO und Interessenverbände, beispielsweise) werden für die Entscheidung in Ausschreibungsverfahren ebenfalls berücksichtigt. Die Projekte werden nach bestimmten Kriterien ausgewählt und überwacht, u.a. Einkaufswert, Wettbewerbsfähigkeit, Schaffung oder Erhalt von Arbeitsplätzen, Wiederholbarkeit sowie Nachhaltigkeit. Projekte im Rahmen der "solidarischen Beschaffung" sind meist langfristig ausgelegt, für die Geschäftstätigkeit des Konzerns von Bedeutung und hinsichtlich Qualität, Wettbewerbsfähigkeit, Lieferfristen sowie Einhaltung ethischer, umweltpolitischer und gesellschaftlicher Grundsätze in die Einkaufsstrategie eingebunden. Innerhalb von zwei Jahren konnten in 47 Ländern insgesamt 120 Projekte gestartet werden. Sie bieten 14.000 Menschen einen langfristigen Arbeitsplatz und ein höheres Einkommen.