Internationale Stipendien 2013

Im Jahr 2013 haben erneut 15 junge Wissenschaftlerinnen von UNESCO und L’Oréal ein internationales Stipendium für vielversprechende Forschungsprojekte erhalten, die einen Nutzen für Mensch und Umwelt haben.

Internationale Stipendien 2013
Internationale Stipendien 2013

Die Stipendiatinnen 2013 forschen auf den unterschiedlichsten Gebieten der Biowissenschaften, der Virologie, der Ökologie oder der Ernährungswissenschaften. Die leidenschaftlichen jungen Frauen lassen sich häufig von etwas inspirieren, das der öffentlichen Gesundheit oder dem Schutz der Artenvielfalt dient.

Das Sonderstipendium 2013 "Auf den Spuren von Marie Curie" hat Professor Devi Stuart-Fox von der australischen Universität Melbourne erhalten. Vor zehn Jahren war Professor Stuart-Fox bereits einmal UNESCO-L’Oréal-Stipendiatin für For Women in Science, und die herausragende Evolutionsbiologin hat seither bahnbrechende Entdeckungen gemacht und maßgeblich dazu beigetragen, die Rolle der Farben in der Kommunikation zwischen Tieren zu erforschen.

  • Dozentin und Forscherin mit ARC-Stipendium

    Zoologische Fakultät der Universität Melbourne

    Australien

    Devis Forschungsarbeit verfolgt zwei Ziele. Zum einen untersucht sie, wie und warum Tiere unterschiedliche Farben haben und was das für ihre Kommunikation bedeutet. Zum anderen erforscht sie, wie das Gehirn der Tiere Stimuli, wie beispielsweise Farben, verarbeitet und der Körper dann auf bestimmte Weise darauf reagiert. Sie hofft, dass ihre Arbeit "den Menschen die Wunder und den Reichtum der Natur näherbringt".

    Devi Stuart-Fox ist vielleicht am besten für ihre Arbeit zum Chamäleon bekannt. Man war immer davon ausgegangen, dass diese Tiere ihre Farbe wechseln, um sich besser tarnen zu können. Devi und ihr Team haben herausgefunden, dass der Farbwechsel zwar auch einen gewissen Schutz vor Fressfeinden darstellt, sich aber eigentlich als Kommunikationshilfe entwickelt hat. Die Komplexität der Farbmuster hat wenig mit natürlicher Selektion zu tun, sondern mehr mit sexueller Wahl. Hochkomplexe Computermodelle halfen ihr dabei, die genaue Sichtweise der Tiere zu simulieren. Außerdem hat sie die Tiere lange vor Ort beobachtet. So konnte sie eine Reihe von Entdeckungen machen und zahlreiche offene Fragen zu diesem Themengebiet beantworten.

  • Virologie

    Virologie

    Postdoc-Forscherin der Virologie und Dr. der Biochemie

    Derzeit tätig am Labor für Virologie der Universität Buenos Aires, Argentinien

    Gastforscherin an der Fakultät für molekulare biomedizinische Forschung der Universität Gent (Belgien)

    Florencia Linero möchte eine Prophylaxe und eine Therapie für das argentinische hämorrhagische Fieber finden. Dieses schwerwiegende Gesundheitsproblem tritt vor allem bei Landarbeitern auf und wird über das Junin-Virus durch Sprühinfektion oder infizierte Nagetiere übertragen. Bisher gibt es kaum wirksame Medikamente, und die Krankheit führt unbehandelt in einem von drei Fällen zum Tode. Florencia möchte eine wirkungsvollere Therapie finden und wendet dafür die neuartige Nanokörper-Medizintechnologie an, die zur Therapie keine ganzen Antikörper einsetzt, sondern nur Antikörper-Fragmente.

  • Ernährungswissenschaften

    Ernährungswissenschaften

    Postdoc-Forscherin und Dr. für Ernährungswissenschaften

    Derzeit tätig am Institut für Nahrungsmittelwissenschaft und Technik des staatlichen Rats für wissenschaftliche und industrielle Forschung in Dhaka (Bangladesch)

    Gastforscherin an der Fakultät für Nahrungsmittelwissenschaft und Technik des Instituts für Chemieingenieurwesen der Universität New South Wales in Sydney (Australien)

    Gut ein Viertel der Bevölkerung von Bangladesch leidet an Unterernährung. Gleichzeitig verdirbt eine Menge Lebensmittel, weil sie nicht verarbeitet und haltbar gemacht werden können. Kanika Mitra arbeitet zunächst daran, die Nährstoffe des Aronstabs während der Lagerung zu erhalten. Diese Pflanze lässt sich kostengünstig anbauen und ist reich an Calcium und Eisen. Sie wird häufig während Dürrezeiten als Nahrung genutzt. Später möchte sie ihre Forschungsergebnisse auch auf das Einlagern von Blaubeeren und Erdbeeren anwenden, damit sich der Anbau dieser Pflanzen für die Landwirte lohnt und die nährstoffreichen Früchte der wachsenden Bevölkerung zur Verfügung stehen.

  • Pflanzenbiotechnologie

    Pflanzenbiotechnologie

    Doktorandin der Pflanzenbiotechnologie

    Derzeit tätig am Institut für landwirtschaftliche Forschung und Entwicklung der Universität Jaunde (Kamerun)

    Gastforscherin am Institut für pflanzenbiologische Forschung der Universität Montreal (Kanada)

    Marie Florence Ngo Ngwe möchte mit ihrem Projekt nicht nur die Artenvielfalt erhalten, sondern auch in Westafrika für eine gesicherte Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln sorgen. Yamwurzeln sind in der Region eine wesentliche Nahrungsquelle. Sie lassen sich lange lagern und sind insbesondere in Zeiten von Nahrungsmittelknappheit von Bedeutung. Die heimischen Wälder sind auch Heimat der wilden Yampflanzen, werden aber zunehmend abgeholzt, um Platz für anderen Anbau zu schaffen. Dort werden aber nur wenige heimische Pflanzenarten angebaut, so dass die genetische Vielfalt langsam verschwindet. Marie Florence möchte zunächst die genetische Zusammensetzung wilder, heimischer Yamarten untersuchen und dann entscheiden, welche Samen am besten geeignet sind. Sie möchte dann eine Samenbank aufbauen, um die DNA der Art vor dem Aussterben zu schützen und den Landwirten eine Quelle genetisch vielfältiger Samen zu bieten.

  • Krebsgenforschung

    Krebsgenforschung

    Doktorandin der Biologie

    Derzeit tätig am Labor für Genomstruktur und Funktion der Universität Tokio (Japan)

    Gastforscherin am Labor für Molekular- und Zelltherapie des Leloir Institute in Buenos Aires (Argentinien)

    Bei Frauen in der westlichen Welt werden rund 30% der Krebserkrankungen und etwa 16% der Krebstodesfälle durch Brustkrebs verursacht. Es gibt aber verschiedene Formen von Brustkrebs, die auch unterschiedlich behandelt werden. Die vier Hauptarten weisen jeweils unterschiedliche genetische Profile auf. Lina Gallego erforscht im Rahmen einer groß angelegten Studie, welche Therapien für welche Form des Brustkrebs vor einer OP am wirksamsten sind und untersucht gleichzeitig, wie die vier Arten bei lateinamerikanischen Brustkrebspatientinnen verteilt sind. Diese Profile dienen dann der Ermittlung der jeweils wirksamsten Behandlungsmethode. Linas Beitrag zur Studie ist besonders groß, weil das Auftreten von Brustkrebs stark von der ethnischen Zugehörigkeit abhängt und sich der breit gefächerte Genpool Lateinamerikas besonders gut zu Forschugnszwecken eignet.

  • Immunologie

    Immunologie

    Doktorandin der Biotechnologie

    Derzeit tätig an der Fakultät für Proteomik am Zentrum für Gentechnik und Biotechnologie in Havanna (Kuba)

    Gastforscherin an der Fakultät für Infektionskrankheiten und Immunologie der Universität Utrecht (Niederlande)

    Autoimmunkrankheiten sind Erkrankungen, in denen sich der Körper selbst angreift. Sie umfassen mehr als 80 chronische entzündliche Erkrankungen, an denen insgesamt rund 5-8% der Weltbevölkerung leiden, zu 78% Frauen. Es ist nicht bekannt, warum dies so ist und warum diese Krankheiten immer häufiger werden. Ariana Barbera untersucht die Rolle der T-Zellen im Immunsystem in der Hoffnung, neue Therapien für diese Gruppe von Erkrankungen zu finden. Zur Zeit haben die meisten Behandlungen schwere oder sogar tödliche Nebenwirkungen, weil sie es dem Patienten unmöglich machen, eine Infektion abzuwehren. Ariana konzentriert sich darauf, die Rolle bestimmter Peptide zu untersuchen und zu ermitteln, ob sie zur Steigerung der Immunabwehr eingesetzt werden können, indem sie selektiv die krankmachenden T-Zellen außer Gefecht setzen und dafür die Abwehrzellen leistungsfähiger machen.

  • Ökologie

    Ökologie

    Doktorandin der Ökologie

    Derzeit tätig an der Universität Wyoming (USA)

    Gastforscherin am Mpala Research Centre Nanyuki, Kenia

    Allison Louthan arbeitet daran, wie man die Artenvielfalt angesichts des Klimawandels erhalten kann. Sie untersucht, wie Arten aufgrund des Klimawandels die Region ihres Vorkommens ausweiten. Es gibt heute sehr viel genauere wissenschaftliche Antworten auf die Frage, wie Arten auf den Klimawandel reagieren. Was man aber bislang kaum erforscht hat ist, wie die Beziehungen zu anderen Pflanzen- und Tierarten die Verbreitung beeinflussen. Allison erforscht, wo und wann die Interaktion mit anderen Arten die regionale Verbreitung entscheidend beeinflussen und in welchen Fällen diese Interaktionen nicht zur Prognose des Verbreitungsgebiets herangezogen werden können. Sie möchte herausfinden, wo wir uns darauf konzentrieren sollten, ein komplettes Artenumfeld zu erhalten und wo es ausreichen würde, einzelne Arten zu erhalten.

  • Agrar- und Umweltwissenschaften

    Agrar- und Umweltwissenschaften

    Doktorandin der Agrarwissenschaft

    Derzeit tätig im Rahmen des Projekts ACDI/VOCA ADVANCE in Accra (Ghana)

    Gastforscherin an der Hochschule für Biowissenschaften der Universität Nottingham (Großbritannien)

    Ghana steht wie viele andere Entwicklungsländer vor der Herausforderung, die Landwirtschaft zu modernisieren, um ausreichend Nahrungsmittel für eine wachsende Bevölkerung zu erzeugen, und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass im Rahmen der intensiven Landwirtschaft die Umwelt geschützt wird. Anita Takura erforscht in Nordghana, wie leistungsfähig und produktiv der moderne Anbau von Feldfrüchten vor allem bei Kleinbauern ist und untersucht die Auswirkungen auf angrenzende Ökosysteme. Dieser Bereich ist bislang wenig erforscht. Die von Anita gesammelten und ausgewerteten Daten werden sehr wichtig für Regierungen und Spendenorganisationen sein und ihnen dabei helfen, die Bedingungen für eine nachhaltige und umweltfreundliche Landwirtschaft zu schaffen.

  • Chemie natürlicher Substanzen

    Chemie natürlicher Substanzen

    Dozentin und Postdoc-Forscherin sowie Dr. der Agrarwissenschaften

    Derzeit tätig an der Fakultät für Chemie des Sepuluh Nopember Institute of Technology in Surabaya (Indonesien)

    Gastforscherin am Institut für die Chemie natürlicher Substanzen (ICSN) des staatlichen Forschungszentrums CNRS in Gif-sur-Yvette (Frankreich)

    Sri Fatmawati arbeitet an der wissenschaftlichen Auswertung von Pflanzen, die seit Jahrhunderten in der traditionellen indonesischen Medizin Jamu verwendet werden. Sie erforscht die Heilkräfte der Wasserpflanzen ihrer Heimat und möchte ihr Forschungsgebiet auf Arten aus dem Indopazifik ausweiten. Hier will sie insbesondere Schwämme untersuchen. Hat sie in einem Schwamm die Moleküle isoliert und gereinigt, die möglicherweise eine Heilkraft haben, will sie ihre biologische Aktivität in vitro untersuchen und herausfinden, ob sie gegen Mikroben, Entzündungen oder Tumore wirksam sind. So könnten Therapien für Krankheiten wie Malaria, Krebs oder Alzheimer gefunden werden.

  • Biochemie und Biotechnologie

    Biochemie und Biotechnologie

    Postdoc-Forscherin in Biochemie und Biotechnologie und Dr. der Chemie im Bereich Biotechnologie

    Derzeit tätig an der Technischen Universität Delft (Niederlande)

    Gastforscherin an der Fakultät für Chemie und Biochemie der Arizona State University in Tempe (USA)

    Das Projekt von Marina Faiella konzentriert sich auf künstliche Proteine mit dem Ziel der Wasserstoff-Erzeugung. Wenn sich Wasserstoff einfach und effizient herstellen und nutzen lässt, ist das Gas potentiell eine unerschöpfliche Quelle sauberer Energie. Ein Verfahren, das auch in der Natur vorkommt und das Wissenschaftler eines Tages reproduzieren wollen, ist in den Hydrogenase genannten Proteinen zu finden. In den letzten Jahren hat man große Fortschritte gemacht, was das Verständnis von Aufbau und Funktion dieser Enzyme anbelangt, aber es bleiben grundlegende Fragen zum Mechanismus unbeantwortet. Mit ihrer Forschungsarbeit möchte Marina Antworten auf einige dieser Fragen finden und die Nutzung von Wasserstoff als Energiequelle voranbringen, die nicht nur reichlich vorhanden, sondern auch preiswert und umweltfreundlich ist.

  • Computergestützte Biologie

    Computergestützte Biologie

    Postdoc-Forscherin und Dr. der computergestützten Biologie

    Derzeit tätig an der Fakultät für Zellforschung und Immunologie der Universität Tel-Aviv (Israel)

    Gastforscherin an der Fakultät für Genomforschung der Universität Washington in Seattle (USA)

    Autismus gilt als erblich, wobei Wissenschaftler bisher die exakten genetischen Ursachen nicht kennen. Die Biologin Osnat Penn widmet sich diesem Thema, indem sie riesige Datenmengen aus der Genomsequenzierung analysiert und mit Hilfe modernster Software das Genom von Autisten, ihren nicht betroffenen Eltern sowie Tausenden, die nicht an der Krankheit leiden, weltweit vergleicht. Ziel ist es, die exakte Stelle im menschlichen Genom zu finden, an der eine Variation zu Autismus führt. Ihre Forschung soll vorgeburtliche Untersuchungen und das rechtzeitige Erkennen von Autismus bei Kindern vereinfachen und könnte eines Tages sogar zu der Entwicklung eines Gegenmittels führen.

  • Molekularbiologie

    Molekularbiologie

    Forscherin und Dozentin der Molekularbiologie mir einem Dr. in Molekularbiologie

    Derzeit tätig an der Wissenschaftsfakultät der Saint Joseph University, Beirut (Libanon)

    Gastforscherin am Institut für Molekular- und Zellbiologie des staatlichen Forschungszentrums (CNRS) in Straßburg (Frankreich)

    Das Immunsystem ist ein Wunder der Natur und kann Bakterien, Viren, geschädigte Zellen und andere Krankmacher oder Feinde erkennen und sie rasch und effektiv vernichten. Manchmal aber zeigt das Immunsystem eine Überreaktion und zerstört die guten Zellen, die der Körper zum Leben braucht. Dann können Krebs oder chronische Entzündungskrankheiten wie Lupus oder Arthritis entstehen. Mit Hilfe von Fruchtfliegen möchte Laure El Chamy die Gene isolieren, die aktiviert werden, wenn das Immunsystem eine solche selbstzerstörerische Reaktion zeigt. Ihre Forschung soll unser Verständnis von der Funktionsweise des Immunsystems fördern und beleuchten, wie wir vielleicht eines Tages eine Immunreaktion hervorrufen können, die Krankheiten bekämpft, ohne lebenswichtige Zellen anzugreifen.

  • Gesundheit von Schwangeren

    Gesundheit von Schwangeren

    Klinikerin und Forscherin mit einem Dr. in reproduktiver Gesundheit

    Derzeit tätig am Nationalen Zentrum für die Gesundheit von Mutter und Kind, Ulan Bator (Mongolei)

    Gastforscherin am Herzzentrum für Frauen des Cedars-Sinai Heart Institute in Los Angeles, Kalifornien (USA)

    Enkhmaa Davaasambuu hat sich auf reproduktive Gesundheit spezialisiert und untersucht, warum manche Frauen in der Schwangerschaft ein höheres Risiko für Bluthochdruck und Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie) aufweisen als andere. Außerdem untersucht sie, warum diese Frauen ein doppelt so hohes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Alter aufweisen. Enkhmaas Forschungsarbeit soll dazu beitragen, dass weniger Frauen und Kinder in der Schwangerschaft und während der Geburt sterben, und wann und wieso Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei diesen Frauen, die während der Schwangerschaft Bluthochdruck entwickelt hatten, auftreten. Ziel ist es, neue Untersuchungsverfahren und Therapien zu entwickeln.

  • Biologie

    Biologie

    Postdoc-Forscherin mit einem Dr. in Biologie

    Derzeit tätig an der Wissenschaftsfakultät der Abdelmalek Esaadi University, Tetouan (Marokko)

    Gastforscherin an der Fakultät für Parasitologie der Universität Granada (Spanien)

    Leishmaniose ist eine parasitäre Erkrankung, die von kleinen Fliegen übertragen wird und in 88 Ländern der Welt endemisch ist. Pro Jahr erkranken rund 2 Millionen Menschen an dieser Krankheit, die geschwürartige Hautveränderungen hervorruft, in einer zweiten Verlaufsform innere Organe angreift und ohne Behandlung tödlich verläuft. Die Landbevölkerung in Naima Abattouys Heimat Marokko ist besonders gefährdet, wobei sich Frauen und Kinder besonders häufig infizieren und die Anzahl der Neuerkrankungen Jahr für Jahr zunimmt. Naima wird den Träger, die Sandmücke, im Labor untersuchen und in ihrem Heimatland Beobachtungen anstellen, um herauszufinden, welches Umfeld und welche Lebensumstände eine Infektion begünstigen. Ihre Forschungsergebnisse werden den Gesundheitsbehörden weltweit helfen und möglicherweise dafür sorgen, dass sich Millionen besser schützen können.

  • Umweltschutz und Toxikologie

    Umweltschutz und Toxikologie

    Dozentin und Postdoc-Forscherin mit Dr. der Biochemie

    Derzeit tätig an der Universität Port Harcourt (Nigeria)

    Gastforscherin am Labor für molekulare und Umwelt-Mikrobiologie des Instituts für Agrophysik in Lublin (Polen)

    Das Nigerdelta ist durch Erdöl und andere Industrieabfälle stark gefährdet, so dass die wichtigen landwirtschaftlichen Flächen nicht genutzt werden können. Hochgiftige Chemikalien können in die Nahrungsmittelkette gelangen und die Gesundheit der Bevölkerung beeinträchtigen. Eucharia Nwaichi untersucht eine mögliche Nutzung von Pflanzen zur Vermeidung dieses Problems. Pflanzen können Schadstoffe im Boden aufnehmen und entweder selbst speichern oder in harmlose Substanzen verwandeln. Eucharia untersucht zwei im Nigerdelta einheimische Pflanzenarten daraufhin, ob diese den Boden reinigen und das Land so für die landwirtschaftliche Nutzung vorbereiten könnten.

  • Klinische Immunologie

    Klinische Immunologie

    Dr. med. sowie Doktorandin der Immunologie

    Derzeit tätig an der medizinischen Fakultät der Universität Khartoum (Sudan)

    Gastforscherin an der Fakultät für Immunologie, Genetik und Pathologie der Universität Uppsala (Schweden)

    Jedes Jahr verlieren mehr als drei Millionen Frauen ihr ungeborenes Kind – eine herzzerreißende Erfahrung und umso traumatischer, wenn es bei der nächsten Schwangerschaft wieder passiert. Häufig liegt die Ursache in einer Autoimmunkrankheit. Dieses Phänomen möchte Sahwa Adil Nourein untersuchen und erforscht daher die Zusammenhänge zwischen Totgeburten und der Systemischen Lupus Erythematosus (SLE), einer Autoimmunerkrankung, die als eine der möglichen Ursachen gilt. Sie möchte herausfinden, ob die hohe Zahl von Totgeburten im Sudan unmittelbar auf SLE zurückzuführen ist und will daher eine vergleichende Studie von Schwedinnen und Sudanesinnen mit SLE durchführen, um zu ermitteln, ob auch die ethnische Zugehörigkeit eine Rolle spielt. Mit ihrer Arbeit möchte Sahwa auch eine Therapie für Schwangere finden, die ihre Chancen auf ein gesundes Kind erhöht.