Preisträgerinnen L'Oréal-UNESCO 2013

In jedem Jahr werden Wissenschaftler auf der ganzen Welt aufgefordert, Preisträgerinnen vorzuschlagen. Die endgültige Auswahl trifft eine internationale Jury bestehend aus renommierten Wissenschaftlern unter der Leitung von Nobelpreisträgern. Hier sind die Preisträgerinnen aus 2013.

Die L'Oréal-UNESCO Auszeichnungen 2013

Professor Francisca Nneka Okeke (Nigeria), 2013 Laureate for Africa & the Arab States, L'Oréal-UNESCO Awards For Women in Science,

Für ihren Beitrag zur Erforschung von „Ionenflüssen“ in der oberen Erdatmosphäre. Globale Herausforderungen, wie der Klimawandel werden durch Professor Okekes Forschungsergebnisse besser verstanden.

 

Die L'Oréal-UNESCO Auszeichnungen 2013

Professor Francisca Nneka Okeke (Nigeria), 2013 Laureate for Africa & the Arab States, L'Oréal-UNESCO Awards For Women in Science,

Für ihren Beitrag zur Erforschung von „Ionenflüssen“ in der oberen Erdatmosphäre. Globale Herausforderungen, wie der Klimawandel werden durch Professor Okekes Forschungsergebnisse besser verstanden.

 

Diese herausragenden Wissenschaftlerinnen haben das Wissen um die Funktionsweise der Natur erweitert und durch ihre bahnbrechende Forschungsarbeit und ihre Erfindungen unser Verständnis von Physik und Chemie gewandelt. Gleichzeitig haben sich die Grenzen der Wissenschaft und der Technologie verschoben und durch wichtige Entwicklungen unsere Gesellschaft verändert. Ihre Arbeit und ihr Engagement sind für uns alle eine Inspiration.
Irina Bokova, UNESCO-Generaldirektorin

Professor Marcia Barbosa, Preisträgerin für Lateinamerika


MARCIA-BARBOSA-BRASILIEN

Wasser verhält sich manchmal in ungewöhnlicher und unerwarteter Weise. Wasser bedeckt fast drei Viertel der Erdoberfläche. Mehr als die Hälfte des menschlichen Körpers besteht aus Wasser. Daher ist es für fast alle wissenschaftlichen Gebiete von großer Bedeutung zu erforschen, warum und in welcher Weise das Verhalten des Wassers vom Üblichen abweichen kann. Professor Marcia Barbosa erforscht von der Norm abweichendes Verhalten von Wasser bereits seit vielen Jahren. Ihre Arbeit kann unser Wissen um Erdbeben, menschliche Proteine und zahllose andere Phänomene der Natur voranbringen.

Professor Pratibha L. Gai, Preisträgerin für Europa


PRATIBHA-L.-GAI-UK

Einige der bedeutendsten Entdeckungen der Wissenschaften stammen von Menschen, die etwas sichtbar gemacht haben, was man mit bloßem Auge nicht sehen kann. Pratibha Gai lehrt an der britischen Universität York und ist eine der wenigen Wissenschaftlerinnen, die eine solche Entdeckung gemacht haben. Ihre geniale Veränderung des Elektronenmikroskops erlauben es uns heute, chemische Prozesse auf Atomebene zu betrachten und zu verstehen. Ihre Grundlagenforschung bietet das Potenzial für zahlreiche Anwendungen und Lösungen in Wissenschaft, Technik und Wirtschaft.

Professor Deborah S. Jin, Preisträgerin für Nordamerika


DEBORAH-S-JIN-US

Professor Deborah Jin und ihr Team haben ein geniales Verfahren entwickelt, um Moleküle bis fast auf den absoluten Nullpunkt (die tiefste mögliche Temperatur) abzukühlen und somit zu verlangsamen Sie werden dabei so langsam, dass Forscher chemische Reaktionen betrachten und beobachten können. Studien an ultrakalten Molekülen könnten uns neuartige Präzisionsmessinstrumente liefern, neue Methoden der Quantenrechnung eröffnen und uns dabei helfen, technische Materialien besser zu verstehen.

Professor Reiko Kuroda, Preisträgerin für Asien und den pazifischen Raum


REIKO-KURODA-JAPAN

Alle lebenden und natürlichen Organismen bis hin zu den kleinsten Bestandteilen des menschlichen Körpers sind entweder rechtshändig oder linkshändig. Professor Reiko Kuroda (Universität der Wissenschaften Tokio, Japan) hat mehrere neuartige Instrumente erfunden, mit denen man die Auswirkungen der sogenannten Chiralität auf molekularer Ebene untersuchen kann. Ihre Grundlagenforschung im Bereich Biologie, Physik und Chemie hat bedeutende Folgen für die Herstellung von Medikamenten und Chemikalien für die Agrarwirtschaft sowie die Untersuchung gendeterminierender Asymmetrie tierischer Körper (das Zusammenrollen einer Schlange beispielsweise).

Professor Francisca Okeke, Preisträgerin für Afrika und Nahost


FRANCISCA-OKEKE-NIGERIA

Hoch über der Erde, in 50 bis 1.000 Kilometer Höhe, liegt die Ionosphäre, das Forschungsgebiet von Professor Francisca Okeke. Die Ionosphere besteht aus einer dicken Schicht aufgeladener Teilchen und verändert das Magnetfeld auf der Erdoberfläche so, dass die Auswirkungen in vielfältiger Weise zu spüren sind. Ihre Forschung könnte dazu führen, dass wir die Ursachen des Klimawandels besser verstehen und Extremwetterlagen wie Tsunamis oder Erdbeben präziser voraussagen können.