Glossar

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A

Antimykotikum:Substanz, die Pilzinfektionen auslösende Pilze und Hefen abtötet.

C

Cosmetics Europe: Europäischer Verband der Kosmetik-, Hygieneartikel- und Parfumhersteller, der auf europäischer Ebene über 4000 Unternehmen vertritt. https://www.cosmeticseurope.eu/about-cosmetics-europe.html


E

Wissenschaftlicher Ausschuss "Konsumgüter" der EU:Der Ausschuss berät zu den Risiken in Bezug auf die Gesundheit und Sicherheit (chemisch, biologisch, mechanisch und sonstige physische Risiken) von Non-Food-Konsumgütern (z.B. Kosmetikprodukte und ihre Inhaltsstoffe, Körperhygieneprodukte) und anderen Leistungen (z.B. Tätowierungen, Bräunungsmittel, etc.) http://ec.europa.eu/health/scientific_committees/consumer_s/

H

Hormon:Biologische Substanz, die von speziellen Zellen produziert und ins Blut abgegeben wird, um innerhalb des Körpers Botschaften zu übermitteln und die Funktion der Organe zu steuern. Hormone sind wichtig, um die Funktionen des Körpers zu regulieren.

Hormonrezeptor:ein Protein, an das sich ein spezifisches Hormon binden kann. Letzteres übernimmt die Rolle eines Signals (Stimulus), das daraufhin einen hormonellen Prozess auslöst.

I

IFRA : International Fragrance Association http://www.ifraorg.org/

Unbedenklichkeit: Ohne schädliche oder toxische Wirkung.

In silico: Test unter Verwendung mathematischer computergestützter Modelle

IntrinsischesGefahrenpotential: Die Gefahr, die einer Substanz innewohnt, eine Person oder die Umwelt zu schädigen. Sie sollte nicht mit Risiken verwechselt werden. Hierbei wird die Wahrscheinlichkeit bezeichnet, mit der eine Schädigung eintritt und die daher davon abhängt, ob man einer Gefahr ausgesetzt wird.

In vitro: (Lateinisch für "im Glas"). Bezieht sich auf biologische Experimente, die außerhalb des lebenden Organismus stattfinden. Gegenteil von in vivo.

In vivo: (Lateinisch für "im Lebendigen"). Bezieht sich auf biologische Experimente oder Reaktionen, die innerhalb des lebenden Organismus stattfinden. Gegenteil von in vitro.


K

Klinische Tests: Produkttests, die vor der Vermarktung an gesunden Freiwilligen aus einer spezifischen Gruppe an Konsumenten durchgeführt werde, um die Unbedenklichkeit des Produkts zu bestätigen.

Kosmetikprodukt-Informationsdossier: Gemäß der europäischen Kosmetikvorschriften ist derjenige, der Kosmetika auf den Markt bringt (der Hersteller oder Importeur) dafür verantwortlich, dass die Sicherheit der Verbraucher gewährleistet ist. Er muss deshalb ein Dossier für jedes von ihm auf den Markt gebrachte Produkt zusammenstellen, das den zuständigen Behörden zugänglich zu machen ist. 
Dieses Dossier enthält alle notwendigen Informationen in Bezug auf Qualität, Formel, Rohstoffe und die von einem Sachverständigen (z.B. Toxikologen) durchgeführte Sicherheitsbewertung.

Kosmetovigilanz: Fortwährende Marktüberwachung und Analyse potenzieller Nebenwirkungen von Kosmetikprodukten auf die menschliche Gesundheit.


M

Mikrobenkontamination:Das Vorhandensein übermäßiger Mengen an Mikroben und Bakterien, von denen einige für Menschen krankheitserrend sein können.

Mikrobiologischer Schutz:Prozesse, die die Entwicklung von Bakterien, Pilzen und anderen Mikroorganismen in einem Produkt verhindern.

O

Östrogene:Weibliche Hormone, die von den Eierstöcken abgegeben werden und die Ovulationsphase steuern (vgl. Östradiol).

Oxidation (redox):Chemische Reaktion mit Sauerstoff, bei der ein chemisches Element (bezeichnet als "Reduktionsmittel") ein Elektron an ein Sauerstoffatom abgibt, das zu einem als Oxidationsmittel" bezeichneten Element gehört".

P

Prädiktive Bewertung:Diese Methode wird angewandt, um die Sicherheit und Effektivität von Kosmetikprodukten und ihren Inhaltsstoffen vor ihrer synthetischen Herstellung und ohne in-vivo-Experimente vorherzusagen. Bei diesem Ansatz werden bestehende Daten sowie unterstützende Techniken und Mittel genutzt. Dazu gehören beispielsweise Rekonstruktionen menschlicher Haut, Molekülmodelle, Statistiken und bildgebende Verfahren.

Prädiktive Tests:Siehe "Prädiktive Bewertung"

Protein:Makromoleküle aus einer Aminosäurekette, die von Zellen hergestellt werden (das Wort "Protein" leitet sich von dem griechischen prôtos ab, das "Leben" bedeutet).

R

Rohstoffe:Alle Substanzen pflanzlichen, tierischen, mineralischen oder synthetischen Ursprungs, die in der Herstellung von Inhaltsstoffen für Kosmetikprodukte eingesetzt werden.

Produkt zum Ausspülen:Kosmetikprodukt, das zur unmittelbaren Entfernung nach dem Auftragen mit Hilfe von Wasser bestimmt ist.

Risiko:Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Nebenwirkung eintritt, die durch eine bestimmte Substanz ausgelöst wird. Risiken und Gefahren sollten nicht verwechselt werden. Selbst wenn eine Substanz beispielsweise über gefährliche Eigenschaften verfügt, kann das Risiko für Gesundheit oder Umwelt kontrolliert werden, wenn die Aussetzung gegenüber der Substanz, also die verwendete Menge, kontrolliert wird.

S

Tenside:Substanzen, die die Oberflächenspannung zwischen zwei Medien (beispielsweise zwei Flüssigkeiten oder einer Flüssigkeit und einem Feststoff) verringern und so zum emulgierenden, schäumenden und/oder befeuchtenden Effekt von Kosmetikprodukten beitragen.

Synthetische Substanz:Eine von Menschen unter Nutzung einer chemischen Reaktion hergestellte Verbindung.

T

Toxikologie:Wissenschaft, die toxische Substanzen erforscht, insbesondere Quellen und Wege der Kontamination sowie die Auswirkungen von Toxinen auf Organismen und Methoden zur Feststellung und Verhinderung dieser Effekte ermittelt.

U

Ultraviolett (UV):Teil des Spektrums der Sonnenstrahlung, charakterisiert durch kurze, aber sehr energetische Wellenlängen, die dadurch Schäden an der Epidermis und Dermis verursachen können.

Z

Zöliakie: Eine Erkrankung, die sich in einer dauerhaften Intoleranz gegenüber verschiedenen Eiweißfraktionen von Gluten äußert, das in Getreidesorten wie Weizen (Weichweizen und Dinkel), Gerste und Roggen enthalten ist.