Ihre Fragen

Visual Usine de Lassigny FEB2018

©Fernando Perez

Visual Usine de Lassigny FEB2018

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Die weiteren Bereiche dieser Website beschreiben, wie L'Oréal im Allgemeinen die Sicherheit aller Inhaltsstoffe und Produkte bewertet und wie mögliche Sicherheitsbedenken zu Produkten oder Inhaltsstoffen überwacht und untersucht werden.
F117 Häufig sind die Anliegen unserer Kunden jedoch sehr spezifisch. Sie beziehen sich zum Beispiel auf einzelne Produkte oder einen bestimmten Inhaltsstoff. Auch andere Fragen kommen auf. Daher haben wir alle Informationen des Konzerns zu den am häufigsten Fragen in Bezug auf die Sicherheit von Kosmetika nachfolgend zusammengestellt.

    • Was sind Parabene?
      Parabene sind eine Gruppe von Konservierungsstoffen, die häufig zum Schutz vor mikrobiologischer Kontaminierung (Bakterien und Pilze) bei Lebensmitteln, Medikamenten und Kosmetikprodukten verwendet werden. Die in Kosmetikprodukten verwendeten Parabene sind synthetischer Herkunft, jedoch kommen sie auch natürlich vor, beispielsweise in roten Früchten, Vanille, Karotten und Zwiebeln sowie in aus Pflanzen gewonnenen Lebensmitteln, einigen Käsesorten, von Bienen erzeugten Produkten (Bienenharz, Gelée Royale) und im menschlichen Körper.

      Warum sind Parabene bei bestimmten Kosmetikprodukten unverzichtbar?
      Parabene sind beim Schutz mehrerer Kategorien von Kosmetikprodukten (Lotionen, Emulsionen, Cremes) sehr hilfreich, da sie in niedrigen Konzentrationen sehr effektiv gegen Bakterien und Pilze wirken, hitzeresistent sind und synergistisch mit anderen Gruppen von Konservierungsstoffen reagieren.

      IIn unseren Produkten finden Ethyl- und Methylparabene (kurze Ketten) am häufigsten Anwendung, während Butyl- und Propylparabene (lange Ketten) weniger häufig verwendet werden.

      Welches sind die möglichen Risiken?
      Seit mehreren Jahren ist der Gebrauch von Parabenen in Kosmetikprodukten umstritten. Aufgrund der Fähigkeit von Parabenen, sich künstlich an Östrogenrezeptoren zu binden, wurden diese Konservierungsstoffe verdächtigt, Auswirkungen auf die Reproduktionsfähigkeit der Menschen sowie auf die Entstehung von östrogenabhängigen Krebsarten, wie Brustkrebs,zu haben. Die Affinität der Parabene bezüglich Östrogenrezeptoren ist jedoch circa 1 Millionen mal schwächer als die der im menschlichen Körper vorhandenen Östrogene (17-ß-Östradiol) und es wurden bis heute keine Auswirkungen auf die Gesundheit bestätigt.

      Warum sind Produkte von L'Oréal, die Parabene enthalten, sicher?
      Wissenschaftliche Experten verschiedener internationaler Gesundheitsbehörden überprüften jüngst alle verfügbaren toxikologischen Daten der in Kosmetikprodukten verwendeten vier Parabene (Ethyl-, Methyl-, Propyl- und Butylparabene). Sie bestätigten, dass es für die Konsumenten sicher ist, diese zu verwenden, während die anwendbaren Konzentrationen dieser Parabene angepasst wurden. 

      Wir machen bezüglich Qualität und Sicherheit unserer Produkte niemals Kompromisse. Der mikrobiologische Schutz ist eine der Komponenten bei Produktqualität und -sicherheit. Parabene werden seit Jahrzehnten in bestimmten Kategorien unserer Kosmetikprodukte verwendet, wenn sie bei der Sicherstellung des effektiven mikrobiologischen Schutzes unverzichtbar sind. Meistens enthalten diese Produkte dann Ethyl- und Methylparabene, die über ein besonders positives Sicherheitsprofil verfügen. Die Konzentration dieser Parabene ist streng reglementiert, um das korrekte Niveau an mikrobiologischem Schutz des Produkts in strikter Übereinstimmung mit den internationalen Vorschriften sicherzustellen, während die volle Sicherheit für den Konsumenten gewährleistet wird. Wir entwickelten zudem eine offensive Innovationsstrategie, die darauf ausgelegt ist, bestimmte Verpackungssysteme und neue Formeln zu entwickeln, die weniger anfällig sind für mikrobiologische Kontamination, und die somit den Einsatz der Konservierungsstoffe, einschließlich Parabene, begrenzen.

    • Was ist Formalin?
      Formalin ist eine flüssige organische Verbindung, die im gasförmigen Zustand als Formaldehyd bekannt ist. Es wird hauptsächlich als Desinfektionsmittel, Fixiermittel für biologisches Gewebe und Konservierungsmittel verwendet. Es hemmt das Wachstum von Mikroorganismen (Bakterien, Hefen und Pilze). Formalin wird zudem mit härtenden Eigenschaften in Verbindung gebracht.
      Der Einsatz von Formaldehyd in Kosmetikprodukten ist strikt reglementiert. Die Zusammensetzung ist eingeschränkt, bei Nagelhärtern und in geringen Konzentrationen als Konservierungsstoff zugelassen. In Kosmetikprodukten in Aerosol- oder Sprayform ist der Gebrauch verboten. Formaldehyd wurde bis zuletzt in hohen Konzentrationen in Haarglättungsprodukten angewendet. Diese Produkte entsprechen nicht den gegenwärtigen internationalen Vorschriften, stellen ein Risiko für Friseure und Konsumenten dar und dürfen daher nicht vermarktet werden. Diese Produkte wurden Ziel regulativer Verfahren, die von verschiedenen internationalen Regulierungsbehörden initiiert wurden.

      Steht Formaldehyd im Zusammenhang mit Risiken?
      Gegenwärtig wird Formaldehyd von mehreren internationalen Wissenschaftsorganisationen mit der Entstehung von Nasenrachenkrebs nach der Exposition durch Einatmen in Verbindung gebracht. Dies erklärt die sehr strengen Beschränkungen für den Gebrauch der Substanz in Kosmetika. Die flüssige Formaldehydverbindung in Kosmetikprodukten stellt für die menschliche Gesundheit unter normalen Nutzungsbedingungen keine Gefahr dar.

      Sind Formaldehyd freisetzende Konservierungsstoffe mit Risiken verbunden?
      Bestimmte Konservierungsstoffe können sehr geringe Mengen an Formaldehyd freisetzen, um den mikrobiologischen Schutz von Kosmetikprodukten zu gewährleisten. Die Konservierungsstoffe in Kosmetikprodukten werden rigorosen Sicherheitsprüfungen durch internationale wissenschaftliche Expertenkomitees unterzogen, die die Bedingungen und die Konzentration für den Gebrauch in Kosmetikprodukten festgelegt haben. Konservierungsstoffe, die Formaldehyd freisetzen, erhielten regulative Genehmigungen, die deren Gebrauch ohne Gesundheitsrisiken ermöglichen.

      Warum sind Produkte von L'Oréal sicher?
      Bei der Qualität und Sicherheit unserer Produkte gibt es für uns keine Kompromisse. Es ist für uns eine grundlegende, unantastbare Verpflichtung gegenüber den Experten, die mit unseren Produkten arbeiten und unseren Konsumenten. Wir haben bereits vor langer Zeit beschlossen, in unseren Produkten kein Formaldehyd als Inhaltsstoff zu verwenden, auch wenn die Vorschriften den Gebrauch erlauben. Wir verwenden allerdings in einigen unserer Produkte drei Inhaltsstoffe, die kleine Mengen an Formaldehyd als Konservierungsstoff freisetzen, deren Konzentration jedoch stets unter den behördlichen Grenzwerten liegt. Die Konservierungsstoffe und deren Konzentrationen wurden unter strengen Vorgaben ausgewählt, um das korrekte Niveau an mikrobiologischem Schutz der Produkte zu gewährleisten, während die Sicherheit und Qualität unser Produkte für die Konsumenten sichergestellt ist.

    • Was sind Konservierungsstoffe? Wofür werden sie verwendet?
      Konservierungsstoffe sind Substanzen natürlicher oder synthetischer Herkunft. Ihre Aufgabe ist es, Kosmetikprodukte vor dem Verderb durch Mikroorganismen (Bakterien, Hefen und Pilze) zu schützen. Die meisten Konservierungsstoffe sind synthetische Substanzen, die verschiedenen chemischen Gruppen angehören (halogenhaltige Verbindungen, Aldehyde, Parabene, Glycolether, organische Säuren). Sie werden eingesetzt, um die Kontaminierung durch Mikroorganismen bei Lebensmitteln und Medikamenten zu verhindern. Bei bestimmten Komsetikprodukten ist die Verwendung von Konservierungsstoffen absolut unverzichtbar, um das Produkt vor dem Verderben zu schützen (Lotionen, Cremes, etc.). Denn während der Herstellung (Wasser, Luft, Verpackungsmaterialien) oder durch die wiederholte Verwendung durch den Konsumenten kann ein Befall mit Mikroorganismen auftreten. Kosmetikprodukte verfügen über eine lange Haltbarkeit (6 bis 24 Monate nach dem ersten Öffnen) und werden im Gegensatz zu leicht verderblichen Waren bei Raumtemperatur aufbewahrt. Ein schlecht geschütztes und kontaminiertes Kosmetikprodukt kann für den Konsumenten ein Gesundheitsrisiko darstellen.

      Welches sind die möglichen Risiken?
      Trotz ihrer unverzichtbaren Aufgabe als Konservierungsstoff zum Schutz von Kosmetikprodukten wird ihr Einsatz regelmäßig in Frage gestellt. Konservierungsstoffen wird nachgesagt, Allergien auszulösen und eine Rolle im Zusammenhang mit bestimmten Arten an Krebs zu spielen. Zudem werden einige verdächtigt, endokrine Disruptoren zu sein.

      Die Anzahl und Konzentration von Konservierungsstoffen in Kosmetikprodukten ist eng begrenzt und wird durch zahlreiche internationale Vorschriften geregelt. Um die neuesten Studien zu berücksichtigen, werden die Sicherheitsdaten zu diesen Konservierungsstoffen sehr häufig von Wissenschaftlern der internationalen Gesundheitsbehörden bewertet, um neueste Studien zu berücksichtigen. Die in Kosmetikprodukten verwendeten Konzentrationen werden bei Bedarf angepasst, um mögliche negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Konsumenten zu verhindern.

      Warum sind die Kosmetikprodukte von L’Oréal sicher geschützt?
      Wir verwenden für spezifische Kategorien von Kosmetikprodukten in begrenztem Umfang Konservierungsstoffe, und zwar dann, wenn der Schutz vor Mikroorganismen nicht auf andere Art gewährleistet werden kann. Die Konzentration der eingesetzten Konservierungsstoffe wird sehr sorgfältig analysiert, um das korrekte Niveau an mikrobiologischem Schutz des Produkts in strikter Übereinstimmung mit den internationalen Vorschriften sicherzustellen. So wird die volle Sicherheit der Produkte für den Konsumenten gewährleistet.

      Zudem verfolgen wir eine proaktive Innovationsstrategie im Bereich des mikrobiologischen Schutzes für Formeln. Wir arbeiten 1.) an der Synthetisierung neuer Konservierungsstoffe mit einem einwandfreien Sicherheitsprofil und 2.) an der Entwicklung spezifischer Verpackungssysteme sowie neuer Formeln, die für eine mikrobiologische Kontamination weniger anfällig sind.

       

    • Was sind UV-Filter?
      Die Sonne gibt verschiedene Ultraviolettstrahlen (UV) ab, deren Wellenlänge und Intensität je nach Jahreszeit und Breitengrad variieren. UVB-Strahlen (kurze Wellenlängen) sind die stärksten. Sie verursachen direkt Erythemen verschiedener Intensität (Rötung und Verbrennung). Die wiederholte Exponierung gegenüber UVB-Strahlen ist verantwortlich für verschiedene Arten von Hautkrebs. UVA (lange Wellenlängen) dringen tief in die Haut ein und sind verantwortlich für die vorzeitige Hautalterung und bestimmte Formen der Lichtdermatose.
      Anorganische Filter (Titandioxid und Zinkoxid) reflektieren das Licht, während organische Filter Licht absorbieren. Die verschiedenen UV-Filter werden häufig in verschiedenen Konzentrationen kombiniert, damit bei Sonnenschutzprodukten das erforderliche Schutzniveau (Schutzfaktor) vor UVA- und UVB-Strahlen sowie der Schutz in Tagespflegeprodukten sichergestellt wird. Diese Produkte haben somit einen erheblichen Nutzen für die Gesundheit der Konsumenten.
      L’Oréal das erste Sonnenschutzöl im Jahr 1935 entwickelt und ist seitdem u.a. durch die Erforschung neuer organischer Lichtfiltersubstanzen gegen UVA- und UVB-Strahlen mit einem ausgezeichneten Sicherheitsprofil in diesem Bereich führend.

      Was wird UV-Filtern vorgeworfen?
      Trotz der wichtigen Rolle der UV-Filter beim Schutz gegen die Sonne und des täglichen Lichtschutzes wird deren Nutzen regelmäßig in Frage gestellt. Bestimmten organischen Filtern wird häufig vorgeworfen, Allergien zu verursachen. Sie werden zudem als endokrine Disruptoren bezeichnet und verdächtigt, somit negative Auswirkungen auf die Umwelt zu haben. Anorganische Filter stehen im Verdacht, biologische Barrieren zu durchdringen (Schleimhäute, Haut, etc.), woraufhin sie sich im Körper ausbreiten und gesundheitsschädliche Folgen verursachen. Die Anzahl und Konzentration von UV-Filtern in Kosmetikprodukten ist sehr begrenzt und wird durch zahlreiche internationale Vorschriften streng überwacht. In zahlreichen Ländern werden UV-Filter in Schutzprodukten als kosmetische Inhaltsstoffe angesehen, in Australien, Kanada und den USA jedoch als Medizinprodukte. Die Sicherheitsdaten bezüglich UV-Filtern werden regelmäßig durch Wissenschaftler der internationalen Gesundheitsbehörden überprüft. Ziel ist es, immer die neuesten Studien zu berücksichtigen. Bei bestimmten Konsumenten können Fälle von Allergien auftreten. Jedoch sind diese Fälle äußerst selten. Aktuelle Erkenntnisse haben ergeben, dass die in Kosmetikprodukten verwendeten UV-Filter nicht an gesundheitsschädlichen Auswirkungen auf den Menschen im Zusammenhang mit Störungen des Hormonsystems beteiligt sind.

      Warum sind die in Produkten von L’Oréal verwendeten UV-Filter sicher?
      Wir verwenden in unseren Kosmetikprodukten nur sehr wenige anorganische und organische UV-Filter. Diese wurden von den internationalen Regulierungsbehörden nach strenger Überprüfung durch deren wissenschaftliche Expertenkomitees zugelassen. Der Wissenschaftliche Ausschuss ""Konsumgüter"" veröffentlichte jüngst eine positive Stellungnahme bezüglich des Gebrauchs von Titanoxid und Zinkoxid in Form von Nanopartikeln in Kosmetikprodukten. Die UV-Filter und deren Konzentrationen werden nach strengen Richtlinien ausgewählt. Dadurch wird die korrekte Produktleistung in strikter Übereinstimmung mit den internationalen Vorschriften sichergestellt und gleichzeitig die Sicherheit für den Konsumenten gewährleistet. Die Leistung unserer Sonnenschutz- und Lichtschutzrodukte wird in den meisten Fällen durch unsere exklusiven organischen Filter (Mexoryl SX und XL) erbracht. Sie verfügen über ein einwandfreies Sicherheitsprofil und sind nicht Gegenstand von Kontroversen.

    • Was sind Silikone?
      Silikone sind Verbindungen mit geringem Molekulargewicht, die in vielen industriellen Bereichen zum Einsatz kommen (Haushaltsreiniger, medizinische Artikel, Kosmetikprodukte, etc.). Diese Gruppe besteht aus einer Vielzahl von Substanzen, darunter flüchtige zyklische Silikone wie Cyclotetrasiloxan (D4), Cyclopentasiloxan (D5) und Cyclohexasiloxan (D6).

      Diese Rohstoffe haben einzigartige physikochemikalische Eigenschaften (geruch- oder farblos), die verschiedene kosmetische Eigenschaften ermöglichen (nicht-fettendes und seidiges Gefühl, einfaches Auftragen des Produkts auf Haut und Haare, rasches Trocknen des Produkts). Die Silikone D4, D5 und D6 werden in vielen Kosmetikprodukten eingesetzt (Hautpflege, Make-up, Haarpflege).

      Welches sind die potentiellen Risiken?
      Silikon D4 wird aufgrund seines toxischen Potentials im Hinblick auf die Fortpflanzung von den für Chemikalien zuständigen europäischen Behörden als gesundheitsbedenklich eingestuft. Die internationalen Regulierungsbehörden (Kanada und Europa) haben das spezifische Risiko dieser Substanz in Kosmetikprodukten mehrfach überprüft und in allen Fällen bestätigt, dass für Konsumenten kein Risiko besteht. Der Wissenschaftliche Ausschuss ""Konsumgüter"" der EU prüft derzeit das Dossier zu Silikon D4.
      Die internationalen Regulierungsbehörden gehen davon aus, dass Silikon D5 ohne Gefahr für den Konsumenten in verschiedenen kosmetischen Anwendungen eingesetzt werden kann. Die Sicherheitsbewertung zu Silikon D5 in Kosmetikprodukten wurde dem Wissenschaftlichen Ausschuss "Konsumgüter" der EU kürzlich von der Kosmetikindustrie vorgelegt. In Bezug auf Silikon D6 ergab die von den kanadischen Behörden durchgeführte Risikobewertung, dass die Substanz nicht mit Gesundheitsrisiken in Zusammenhang steht. Die Silikone D4 und D5 sind ebenfalls Gegenstand besonderer Aufmerksamkeit. Sie stehen im Verdacht,sich in Gewässern anzusammeln und sich dort nicht - entsprechend den Richtlinien der EU - abzubauen. Auf dieser Grundlage erwägen einige internationale Regulierungsbehörden, die Nutzung von Silikon D4 und D5 in Kosmetikprodukten einzuschränken, die nach dem Gebrauch nicht abgespült werden. Die von den internationalen Behörden durchgeführten Bewertungen von Silikon D6 ergaben keine besonderen Risiken für die Umwelt.

      Warum sind Produkte von L'Oréal, die Silikone enthalten, sicher?
      Bei der Qualität und Sicherheit unserer Produkte gibt es für uns keine Kompromisse. Im Rahmen unserer Politik der Antizipation bewerten wir die Intensität und Relevanz vieler schwacher Hinweise, die mit bestimmten Inhaltsstoffen in Zusammenhang stehen, darunter auch Silikone. Dank unserer Innovationskraft, konnten wir die Verwendung von Silikon D4 als Rohstoff in unseren Produkten vor über 10 Jahren einstellen.
      Mit besonderer Aufmerksamkeit überwachen wir alle neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse in Bezug auf die Sicherheit von Silikonen für Mensch und Umwelt. Unser Wissen wird systematisch in die Sicherheitsbewertung von Produkten übernommen, die diese Substanzen enthalten, damit die Verbraucher unsere Produkte vertrauensvoll verwenden können. Obgleich kein Gesundheitsrisiko für Konsumenten besteht, werden wir in Kürze das Ziel in unsere Innovationsstrategie aufnehmen, Silikon D5 nur in solchen Kosmetikprodukten zu verwenden, die nach der Anwendung nicht ausgespült werden.

       

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    • Was ist Nanomaterial?
      Nanomaterial besteht aus mit Hilfe moderner Nanotechnologie gewonnenen Materialien, bereits seit Jahrzehnten für verschiedene Anwendungsbereiche hergestellten Nanomaterialien sowie Nanopartikeln natürlichen Ursprungs. Die Menschen lebten stets in einer Atmosphäre, die Nanopartikel enthält, wovon die Mehrheit (über 90%) aus natürlichen anorganischen Nanopartikeln aufgrund von Winderosionen und Vulkanausbrüchen besteht. Es gibt nicht eine internationale Definition und keine vereinheitlichten und standardisierten analytischen Methoden bezüglich Nanomaterial. In Kosmetikprodukten verwendetes Nanomaterial wird in Europa definiert als nicht-lösliches oder nicht -biopersistentes Material, das beabsichtigt und mit mindestens einem Außenmaß oder einer internen Struktur zwischen 1 und 100 Nanometer (eine Million mal kleiner als ein Millimeter) hergestellt wird. Nanomaterialien finden mannigfaltige Anwendung in den Bereichen Gesundheit, Elektronik, Luftfahrt, Öl und Gas sowie Kosmetik.

      Warum verwendet L’Oréal Nanomaterial in Kosmetikprodukten?
      Wir verwenden sehr geringe Mengen an Nanomaterial (einschließlich Titandioxid, Zinkoxid, Pigmentruß und Siliziumdioxid), wenn es zum Nutzen des Konsumenten beiträgt. Der Nutzen kann sich beispielsweise in verbessertem Schutz vor oder der Vermeidung von schädigenden Auswirkungen der Sonne zeigen, indem Nano-Titandioxid in Sonnenschutzprodukten verwendet wird. Nano-Titandioxide stellen eine sehr effektive Filterung der UV-Strahlung sicher. Nano-Siliziumdioxid ermöglicht die Herstellung von Haarfärbecremes, die sehr dickflüssig sind. Die Cremes tropfen nicht und laufen bei der Anwendung nicht in die Augen.

      Welches sind die möglichen Risiken?
      Die gestiegene Verwendung von Nanomaterial bei zahlreichen innovativen Anwendungen führte zu gesundheitlichen Bedenken in der Gesellschaft. Aufgrund ihrer besonderen (chemischen und physischen) Eigenschaften stehen Nanomaterialien im Verdacht, biologische Barrieren zu durchdringen (Schleimhäute, Haut, Hirnhaut, Plazenta, etc.), worauf sie sich im Körper ausbreiten und gesundheitsschädliche Folgen verursachen könnten.
      Die wenigen in Kosmetikprodukten verwendeten Nanomaterialien sind keine neuen partikelförmigen Inhaltsstoffe. Sie werden seit vielen Jahren in verschiedenen Kosmetikprodukten ohne das geringste Problem für die Gesundheit angewandt. Diese Materialien haben alle eine sehr umfassende spezifische Sicherheitsbewertung durchlaufen, die belegt, dass sich das Sicherheitsprofil der Nano-Inhaltsstoffe nicht wesentlich von den Profilen der Nicht-Nano-Inhaltsstoffe unterscheidet. Belastbare wissenschaftliche Daten belegen, dass Nanomaterial nicht in die Haut eindringt. Daher besteht bezüglich der auf Nanomaterial basierenden Inhaltsstoffe kein Risiko für die Gesundheit.

      Warum sind Produkte von L'Oréal sicher?
      Wir machen bezüglich Qualität und Sicherheit unserer Produkte niemals Kompromisse. Bis heute gibt es keinen belegbaren Zusammenhang zwischen den wenigen in Kosmetikprodukten verwendeten Nanomaterialien und Risiken für die Gesundheit. Die europäischen Kosmetikvorschriften sind, wenn es um den Gebrauch von Nanomaterial in Kosmetikprodukten geht, am fortschrittlichsten. Die strengen Vorschriften verlangen, dass der europäische wissenschaftliche Ausschuss "Konsumgüter" die in Kosmetika verwendeten Nanomaterialien bewertet und autorisiert. Diese Experten haben bereits eine positive Meinung bezüglich Titandioxid, Zinkoxid und Pigmentruß geäußert. Die wenigen in einigen unserer Produkte verwendeten Nanomaterialien durchliefen spezifische Sicherheitsüberprüfungen in Übereinstimmung mit europäischen Standards. Diese Vorschriften verlangen außerdem, dass die Nano-Inhaltsstoffe in der Liste der Inhaltsstoffe auf der Verpackung deutlich angegeben werden. Wir achten bei all unseren Produkten genau auf die Einhaltung dieser Vorschriften.

    • Was sind Duftstoffe?
      Duftstoffe sind die Bestandteile der Duftkompositionen, die die Grundlage von Parfums, Eau de Toilettes, etc. bilden. Duftstoffe werden außerdem bei Raumdüften, zur Parfümierung von Kosmetikprodukten und bei Konsumartikeln wie Reinigungsprodukten verwendet.
      Seit der Antike verwenden die Menschen Duftstoffe und handeln damit. Die Rolle von Düften in zwischenmenschlichen Beziehungen und für das persönliche Wohlbefinden ist bekannt. Duftkompositionen unterstreichen den Geruch von Kosmetika und tragen zum sensorischen Vergüngen bei deren Anwendung bei.
      Duftstoffe können zahlreiche Substanzen natürlicher (Rose, Jasmin, Lavendel, Orange, Bergamotte, etc.) oder synthetischer Herkunft enthalten.

      Warum werden "Duftstoffe" in der Liste der Inhaltsstoffe angegeben, aber nicht die Namen der Substanzen?
      Für die Kreation eines Duftes wird umfangreiches Wissen und langjährige Erfahrung benötigt. Parfümeure achten daher sehr genau auf den Schutz der Rezepturen ihrer großartigen Parfums, denn schließlich verdanken sie ihnen ihre Bekanntheit. Um dieses Know-How zu schützen, wird die Zusammensetzung der Düfte nicht im Detail auf der Inhaltsstoffliste angegeben. Eine Ausnahme bilden die im Duft enthaltenen möglichen Allergene.

      Welches sind mögliche Risiken?
      Duftstoffe werden unter Dermatologen dafür verantwortlich gemacht,bei einigen Konsumenten Allergien auszulösen. Im Jahr 2003 nahm die Europäische Union in ihre Kosmetikvorschriften die Verpflichtung auf, in der Liste der Inhaltsstoffe bestimmte Substanzen aufzulisten, anstatt nur den Begriff "PARFUM" anzugeben. Insgesamt sind 26 Substanzen, die als die häufigsten Allergieauslöser betrachtet werden, anzugeben, Dies geschieht in Abhängigkeit von der Konzentration, 0,01 % bei auszuspülenden Produkten und 0,001 % bei Produkten, die nicht ausgespült werden. Der Konsument ist dadurch besser informiert und kann die angegebenen Details bei seiner Kaufentscheidung berücksichtigen. Der Europäische Ausschuss für Verbraucherschutz überprüfte jüngst sämtliche wissenschaftliche Daten bezüglich Allergien, die im Zusammenhang mit Duftstoffen in Kosmetikprodukten stehen. Der Ausschuss empfahl eine Erweiterung der Liste über die 26 Substanzen hinaus. Die Europäische Kommission arbeitet hierbei eng mit der Industrie zusammen, um die Meinung von Experten bestmöglich in neue Kennzeichnungsvorschriften einfließen zu lassen.

      Warum sind Produkte von L'Oréal sicher?
      In unseren Forschungsteams sind besonders ausgebildete Mitarbeiter dafür verantwortlich, die Sicherheit der Duftstoffe zu bewerten. Die von uns zugekauften Duftkompositionen entsprechen den Standards der IFRA, der internationalen Organisation zur Vertretung der Hersteller von Parfums, und durchlaufen eine erste Sicherheitsbewertung durch den Lieferanten. Außerdem müssen diese Kompositionen unseren sehr strengen Voraussetzungen entsprechen, die der Sicherheitsbewerter überprüft. Nachdem sichergestellt wurde, dass die Komposition den gesetzlichen Vorschriften und Sicherheitsanforderungen entspricht, führen wir klinische Tests durch, um die Sicherheit der Duftkomposition zu bestätigen. Diese zweifache Überprüfung sowohl durch den Zulieferer als auch durch L'Oréal gewährleistet, dass unsere Produkte sicher verwendet werden können.

       

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    • Was sind Aluminiumsalze? Wofür werden Sie verwendet?
      Aluminium ist ein chemisches Element, das am häufigsten vorkommende Metall in der Erdkruste und das dritthäufigste Element nach Sauerstoff und Silizium. Die verschiedenen Aluminiumsalze finden in vielen Bereichen Anwendung, so zum Beispiel als Wirkverstärker in Impfstoffen, als Gerinnungsmittel in der Wasserverarbeitung sowie in magensäurebindenden Medikamenten. Aluminiumsalze kommen ebenso in Nahrungsmitteln und Wasser vor. Einige Aluminiumverbindungen finden in Kosmetikprodukten breite Anwendung, insbesondere in Antitranspiranten. Denn Aluminiumsalze verringern äußerst effektiv die Schweißbildung und unterbinden dabei nicht das Atmen der Haut. Alaunstein, der Aluminiumsalze enthält, ist seit langem aufgrund seiner schweißhemmenden Eigenschaften anerkannt. Nicht lösliche Formen von Aluminium werden auch in Farbpigmenten von Lippenstiften und Zahnpasta eingesetzt.

      Bestehen Risiken bei der Anwendung von Kosmetika mit Aluminiumsalzen?
      Die Sicherheit von Antitranspirantien mit Aluminiumsalzen wird kontrovers diskutiert. Die Salze stehen im Verdacht, bei der Entstehung von Brustkrebs und Alzheimer eine Rolle zu spielen. Die potentiellen Risiken wurden in den letzten 10 Jahren von verschiedenen internationalen Expertengruppen untersucht (Weltgesundheitsorganisation, US Food and Drug Administration (US-Behörde für Lebensmittelsicherheit), American Cancer Society (US-Krebsgesellschaft), französische Behörde für die Sicherheit von Gesundheitsprodukten (Afssaps)). Alle Expertengruppen haben bestätigt, dass nach heutigem Wissensstand kein Zusammenhang zwischen den in Kosmetika verwendeten Aluminiumsalzen und dem Auftreten von Brustkrebs oder Alzheimer besteht. Diese Schlußfolgerungen stehen im Einklang mit der sehr geringen Fähigkeit von Aluminiumsalzen, die Haut zu durchdringen.
      2011 legte Afssaps der Europäischen Kommission einen Bericht vor, in dem sie eine Beschränkung der Konzentration von in Antitranspirantien verwendeten Aluminiumsalzen empfahl. Der wissenschaftliche Ausschuss "Konsumgüter" der EU bereitet die Prüfung aller wissenschaftlichen Daten im Hinblick auf die Bedingungen vor, unter denen Aluminium in Kosmetikprodukten eingesetzt werden darf. Unter der Federführung unseres europäischen Industrieverbands (Cosmetics Europe) tragen wir aktiv zu diesem Prozess bei, indem wir unsere relevanten Daten in vollem Umfang zur Verfügung stellen.

      Warum sind Antitranspirantien von L'Oréal, die Aluminiumsalze enthalten, sicher?
      Bei der Qualität und Sicherheit unserer Produkte gehen wir niemals Kompromisse ein. Bis heute gibt es keinen belegbaren Zusammenhang zwischen der Verwendung von Aluminiumsalzen in Antitranspirantien und Risiken für die Gesundheit. Dies wurde mehrfach durch internationale wissenschaftliche Expertengruppen bestätigt. Aluminiumsalze werden seit vielen Jahren in unseren Antitranspirantien eingesetzt, wobei stets die höchsten Sicherheitsstandards und die aktuellen internationalen Vorschriften strikt eingehalten werden. Die Daten aus unserem Monitoring-Programm, mit dem wir die Sicherheit der Produkte, die bereits auf dem Markt sind, kontrollieren, haben die Sicherheit von Antitranspirantien ebenfalls bestätigt.

    • Was ist Gluten? Verwendet L'Oréal Gluten?
      Gluten ist eine Mischung von Substanzen, die hauptsächlich aus Proteinen besteht, die in bestimmten Getreidearten wie Weizen, Gerste, Roggen und Hafer vorkommen. Gluten findet sich in zahlreichen Lebensmitteln, die diese Getreidesorten enthalten. Es wird aufgrund seiner viskoelastischen Eigenschaften verwendet, insbesondere beim Backen.

      Wir verwenden Gluten nicht als Inhaltsstoff in unseren Kosmetikprodukten. Trotz unserer hohen Anforderungen bezüglich der Qualität unserer Rohstoffe können Spuren von Gluten in einigen wenigen unserer Rohstoffe auftreten, die aus Weizen, Roggen, Gerste und Hafer gewonnen werden.

      Welches sind die möglichen Risiken?
      Eine Intoleranz bezüglich bestimmter Proteinfraktionen des Glutens, auch bekannt als Zöliakie, ist unter Menschen recht verbreitet. Diese Intoleranz zeigt sich durch eine deutliche Beeinträchtigung der Wände des Dünndarms, die die Aufnahme einiger essentieller Nährstoffe im Dünndarm stören kann, was wiederum zu Mangelerscheinungen führt. Diese Erkrankung wird durch die Aufnahme von Lebensmitteln hervorgerufen, die aus Roggen, Hafer, Weizen oder Gerste gewonnen werden. Die Behandlung erfordert eine lebenslange glutenfreie Ernährung.

      Warum sind Produkte von L’Oréal sicher?
      Wir haben uns entschieden, Gluten nicht als Inhaltsstoff in unseren Kosmetikprodukten zu verwenden. Allerdings können Spuren von Gluten in bestimmten Rohstoffen in kleinen geringenMengen enthalten sein.auftreten. Die Exposition des menschlichen Körpers gegenüber derart kleine geringe Mengen an Gluten führt nicht zu einemr Gesundheitsrisikogefährdung des Konsumenten, auch dann nicht, wenn der Konsument unter Zöliakie leidet. Die Aufnahme von glutenhaltigem Lippenstift hat keine schädlichen Auswirkungen, da die Glutenmenge so gering ist.

      Konsumenten, die an einer Glutenintoleranz leiden, wollen verständlicherweise keine Kosmetikprodukte nutzen, die Inhaltsstoffe enthalten, die aus für sie schädlichen Getreidearten gewonnen werden. Bevor sie ein Kosmetikprodukt auswählen, können Konsumenten daher einfach anhand der botanischen Begriffe der Getreidearten in der Inhaltsstoffliste feststellen, ob diese enthalten sind (Weizen - Triticum Vulgare, Gerste - Hordeum Distichon, Hafer - Avena Sativa, Roggen - Secale Cereale).

       

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    • Was ist PPD? Wofür wird es angewendet?
      Para-Phenylendiamin (PPD) ist eine Substanz, die in den meisten Haarfärbeprodukten verwendet wird. PPD ist die einzige Substanz (ausgenommen das chemisch sehr ähnliche Para-Toluoldiamin (PTD)), die sehr dunkle Farben erzeugen kann und graues Haar dauerhaft abdeckt.
      Eine dauerhafte oxidative Coloration wird durch die Kombination von Haarfarbstoffen wie PPD und einem Oxidationsmittel (z.B.: Wasserstoffperoxid-Lösung) hergestellt. Die Anteile variieren je nach gewünschtem Farbton. Die daraus entstandene Mischung wird dann für eine definierte Zeit auf das Haar gegeben. Dauerhafte Colorationen werden am häufigsten angewendet, da sie den Erwartungen an die Produktleistung seitens der Friseure und Konsumenten entsprechen.

      Welches sind die möglichen Risiken?
      Das PPD in Haarfärbemitteln wird häufig wegen seines allergenes Potentials kritisiert.. Die Experten des europäischen wissenschaftlichen Ausschusses "Konsumgüter" überprüften jüngst sämtliche wissenschaftliche Daten. Sie bestätigten die Sicherheit der Substanz in Haarfärbeprodukten bei einer Konzentration von unter 2% in der Mischung, die auf das Haar aufgetragen wird. In Einzelfällen kann eine höhere Konzentration an PPD jedoch Allergien auslösen.

      Bestimmte temporäre Henna-Tattoos in schwarzer Farbe enthalten hohe Konzentrationen an PPD, bis zu 20%. Diese Produkte bleiben länger im Kontakt mit der Haut (anders als Haarfärbemittel werden sie nicht abgespült), entsprechen nicht den aktuellen Vorschriften und sollten daher den Konsumenten nicht angeboten werden. Ein schwarzes Henna-Tattoo erhöht das Risiko des Konsumenten, eine Allergie bezüglich PPD zu entwickeln, erheblich. Konsumenten, die nach einem schwarzen Henna-Tattoo eine Allergie gegen PPD entwickelt haben, erleiden häufig eine allergische Hautreaktion, wenn sie Haarfärbemittel mit einer niedrigen Konzentration an PPD anwenden.

      Warum sind Haarfärbeprodukte von L'Oréal, die PPD enthalten, sicher?
      Haarfärbeprodukte und die darin enthaltenen Färbemittel, einschließlich PPD, gehören zu den am häufigsten untersuchten Inhaltsstoffen von Kosmetika und Produkten. Um die Sicherheit des Verbrauches zu gewährleisten, unterliegen sie weltweit sehr strengen gesetzlichen Kontrollen. Unsere Haarfärbeprodukte mit PPD entsprechen selbstverständlich diesen strengen Kosmetikvorschriften. Wir haben die Konzentration an PPD in unseren Färbeprodukten optimiert, um eine Konzentration deutlich unter dem vorgeschriebenen Grenzwert von 2 % zu ermöglichen. Somit wird eine weitere Gewährleistung der Sicherheit des Konsumenten erreicht.
      Um eine mögliche Sensibilisierung zu erkennen, empfehlen wir in allen Anweisungen auf den Verpackungen sowie in den Gebrauchsanweisungen unserer Produkte 48 Stunden vor dem Haarefärben einen Allergieverdachtstest durchzuführen. Die Kennzeichnung unserer Produkte weist zudem eine spezielle Warnung für Personen auf, die zuvor bereits ein schwarzes Henna-Tattoo gehabt haben. Unter normalen Anwendungsbedingungen können unsere PPD enthaltenden Haarfärbeprodukte von Konsumenten sicher verwendet werden.

    • Was ist Ammoniak?
      Ammoniak ist ein farbloses Gas, das als wässrige Lösung als Ammoniumhydroxid bezeichnet wird. Ammoniumhydroxid weist den stechenden Geruch von Ammoniak auf.
      Ammoniumhydroxid wird vielfältig eingesetzt, zum Beispiel als Düngemittel, das landwirtschaftliche Flächen mit Stickstoff versorgt und als Reinigungsmittel im Haushalt. Ammoniumhydroxid wird auch in bestimmten Haarprodukten verwendet (Dauerwellen, Haarfarben, Haarglätter).
      In Haarfärbemitteln, oxidierenden und entfärbenden Produkten erleichtert Ammoniumhydroxid das Eindringen der Farbstoffe in das Haar. Es ist aber auch für die Wirkung von Wasserstoffperoxid wichtig, das nur in alkalischen Trägern aktiv ist. In Glättungsprodukten wirkt Ammoniumhydroxid auf die Struktur des Haars und bewirkt die gewünschte Form des Haars.

      Gibt es Risiken?
      Im Handel erhältliche konzentrierte Ammoniumhydroxid-Lösungen sind sehr gefährlich und können Verätzungen hervorrufen. Zum Umgang mit den Lösungen sind geeignete Schutzmaßnahmen erforderlich (Handschuhe, Schutz von Gesicht und Augen). In hoher Dosierung können Ammoniumdämpfe Unwohlsein oder gar Reizungen der Haut und der Atemwege verursachen.
      Diese schädlichen Eigenschaften von Ammoniumhydroxid haben die Gesetzgeber dazu veranlasst, die Nutzung in Kosmetikprodukten einzuschränken. In Europa beträgt die zugelassene Höchstkonzentration in Kosmetikprodukten 6 %. Ab einer Konzentration von 2 % ist die Kennzeichnung verpflichtend. Unter diesen Bedingungen stellt der Einsatz von Ammoniumhydroxid in Kosmetikprodukten für Konsumenten keine Gefahr dar.

      Warum sind Produkte von L'Oréal, die Ammoniumhydroxid enthalten, sicher?
      Bezüglich der Qualität und Sicherheit unserer Produkte für Kunden und Friseure machen wir niemals Kompromisse. Alle unsere Rohstoffe und Produkte durchlaufen strenge Sicherheitsüberprüfungen, bevor sie auf den Markt kommen. Um die Sicherheit der Produkte unter normalen Anwendungsbedingungen zu gewährleisten, empfehlen wir auf der Verpackung bestimmter Kosmetikprodukte besondere Vorkehrungen für die Anwendung (Tragen von Handschuhen, zu ergreifende Maßnahmen im Fall des versehentlichen Kontakts mit den Augen). Diese besonderen Vorkehrungen können aufgrund behördlicher Vorschriften verlangt werden oder unsere eigenen Sicherheitsbeauftragten geben diese vor.
      Wir führen regelmäßig Studien bei Friseuren durch um die korrekte Handhabung unserer Haarprodukte zu prüfen (Einhaltung der Anwendungsvorkehrungen, Tragen von Handschuhen, Belüftung des Salons, etc.).
      Die Einhaltung dieser Vorkehrungen gewährleistet für die Frisuere und deren Kunden die sichere Nutzung unserer Produkte mit Ammoniumhydroxid.

    • Was ist ein Haarfärbemittel?
      Haarfarbstoffe sind die wesentlichen Inhaltsstoffe, natürlicher oder chemischer Art, die die Färbung der Haare herbeiführt. Das Haarefärben ist eine uraltes Verfahren, das bereits von den alten Ägyptern angewandt wurde, die dafür Henna verwendeten. Abhängig von dem vom Konsumenten gewünschten Ergebnis können verschiedene Arten von Haarfärbeprodukten entweder direkt vom Konsumenten oder von einer Fachkraft in einem Friseursalon verwendet werden. Die Farbveränderung der Haare kann über eine dauerhafte Färbung, eine Intensivtönung oder eine auswaschbare Tönung erfolgen. Bei der dauerhaften Färbung werden verschiedene Haarfärbemittel kombiniert. Dies sind Oxidationsmittel, meist Wasserstoffperoxid, und alkalische Mittel (Ammoniumhydroxid oder Monoethanolamin).
      L'Oréal erfand das erste oxidative Haarfärbeprodukt für Friseure im Jahr 1909 und ist bis heute weltweit führend, wenn es um Innovationen geht. Dazu trägt auch das weltweit größte Haarforschungszentrum der Gruppe bei, dessen Fokus unter anderem auf Colorationen liegt.

      Welche sind die möglichen Risiken?
      Vor rund zehn Jahren waren Haarfärbemittel und Haartönungen stark umstritten. Die Produkte standen im Verdacht, die gestiegene Häufigkeit bestimmter Arten von Krebserkrankungen zu verursachen. Diese Kontroverse führte dazu, dass zahlreiche internationale wissenschaftliche Ausschüsse sämtliche Daten überprüften. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass für den Konsumenten keine derartigen Risiken bestehen. Wie viele Konsumartikel, wie beispielsweise bestimmte Lebensmittel, Medikamente und Kosmetika, können Haarfärbeprodukte allergische Reaktionen hervorrufen. Jedoch sind diese Reaktionen sehr selten und meist auf bestimmte oxidative Färbemittel zurückzuführen, die für die Produktleistung unerlässlich sind.

      Warum können unsere Haarfärbemittel sicher verwendet werden?
      Haarfärbefarbstoffe gehören zu den Inhaltsstoffen, die am besten bezüglich der Auswirkungn auf die menschliche Gesundheit untersucht wurden. Zudem wird ihr Einsatz strikt reglementiert. Alle Haarfärbefarbstoffe wurden überprüft und ihre Konzentration für den Gebrauch im Laufe der letzten zehn Jahre durch den europäischen wissenschaftlichen Ausschuss "Konsumgüter" neu bestimmt. Unsere Haarfärbeprodukte enthalten Färbemittel, die behördlich genehmigt wurden. Die Para-Phenylendiamin-Konzentrationen (PPD) sind mindestens zweimal niedriger als die in Europa erlaubte Höchstkonzentration. Unsere Produktverpackungen enthalten zudem Sicherheitshinweise für den Gebrauch. Auf der Verpackung informieren wie die Verbraucher darüber, dass in seltenen Fällen allergische Reaktionen auftreten können und dass ein Allergieverdachtstest  48 Stunden vor Anwendung des Haarprodukts durchzuführen ist. Zudem vermerken wir auf der Verpackung, dass sich das Risiko einer Allergie erhöht, wenn man ein temporäres Tattoo aus schwarzer Henna, die PPD enthält, trägt. Die Daten aus unserem Programm, mit dem wir die Sicherheit der Produkte nach Einführung auf dem Markt kontrollien, zeigen deutlich, dass die maximale Häufigkeit von leichten Hautreizungen und Allergien in circa einem Fall pro Million vermarkteter Haarfärbemittel auftritt. Dieses Ergebnis muss im Verhältnis zu verschiedenen Nahrungsmittelallergien betrachtet werden: circa 50 bis 300 Fälle pro Million Menschen. Daher stehen unsere Haarfärbeprodukte unter normaler Verwendung nicht in Verbindung mit Gesundheitsrisiken für Konsumenten.

    • Die Haltbarkeit von Kosmetikprodukten hängt von zwei einander ergänzenden Faktoren ab: dem Mindesthaltbarkeitsdatum oder Verfallsdatum eines Kosmetikprodukts und der Höchstdauer der Verwendung des Produkts nach Öffnung oder Verwendungsdauer (engl. period after opening, PAO).

      Ungeöffnete Haltbarkeit 
      Die ungeöffnete Haltbarkeit gibt das Datum an, bis zu dem das Kosmetikprodukt bei Aufbewahrung unter geeigneten Bedingungen seine Funktion erfüllt. Über dieses Datum hinaus ist die sichere Verwendung nicht garantiert. Diesem Datum geht die Erklärung ""Mindestens haltbar bis ..."" voraus und es ist gefolgt von dem Datum selbst oder einer Erklärung, an welcher Stelle das Datum auf dem Etikett zu finden ist. Das Datum ist entweder im Format Monat gefolgt von Jahr (z.B. 06/2014) oder Tag gefolgt von Monat und Jahr (z.B. 01/06/2014) angegeben. Die europäischen Vorschriften erfordern keine Datumsangabe, wenn die Mindesthaltbarkeit über 30 Monaten liegt. Aus diesem Grund ist das Datum auf vielen Etiketten von Kosmetikprodukten nicht angegeben. Beträgt die Mindesthaltbarkeit unserer Kosmetikprodukte weniger als 30 Monate, wird das Datum in Übereinstimmung mit den Vorschriften auf dem Produktetikett angegeben.

      Verwendungsdauer (Period After Opening - PAO)
      Die Verwendungsdauer ist der maximale Zeitraum, in dem das Kosmetikprodukt nach dem Öffnen verwendet werden kann. Während dieses Zeitraums entspricht das Kosmetikprodukt den allgemeinen Sicherheitsanforderungen und verschlechtert sich unter normalen Nutzungsbedingungen nicht. Das Verwendungsdatum wird durch ein spezielles Symbol dargestellt, das eine geöffnete Cremedose neben der in Monaten ausgedrückten Verwendungsdauer zeigt.

      Das nebenstehende Symbol gibt eine Verwendungsdauer von 12 Monaten an.

      Die Angabe der Dauer und somit die Darstellung des Symbols auf dem Produktetikett ist nur dann verpflichtend, wenn die ungeöffnete Haltbarkeit mehr als 30 Monate beträgt. Dagegen ist die Angabe der Verwendungsdauer bei bestimmten Kategorien nicht verpflichtend. Dies ist der Fall wenn sich die Zusammensetzung nicht derart verändert, dass die Sicherheit des Produkts beeinträchtigt wird (Düfte, Aerosol, Spray, etc.) oder bei Produkten zum einmaligen Gebrauch.

      Das Verwendungsdatum hängt selbstverständlich von der Kategorie des Kosmetikprodukts, der Zusammensetzung, der Textur und der Art der Verpackung ab, die möglicherweise den Kontakt mit der Luft mit sich bringt. Das Verpacken eines Kosmetikprodukts in einer Tube ermöglicht ein längeres Verwendungsdatum als in einem Tiegel. Das Verwendungsdatum beträgt im Allgemeinen 6 Monate für Wimperntusche und Eyeliner, 12 Monate für Feuchtigkeitscremes, Sonnenschutzprodukte und Lippenstifte sowie 24 Monate für Nagellack, Parfums, Lidschatten und Puder.

      Wir empfehlen, ein Kosmetikprodukt nach dem Datum der ungeöffneten Haltbarkeit oder nach Ablauf des Verwendungsdatums nicht mehr zu verwenden.

    • Was sind Schwermetalle?
      "Schwermetalle" sind metallische Spurenelemente, die mit Toxizität für Mensch und Umwelt in Verbindung gebracht werden. Obwohl es weder eine technische oder wissenschaftliche Definition noch eine genaue Liste gibt, gelten Spurenelemente wie Blei, Arsen, Cadmium, Quecksilber, Chrom, Nickel, Selen, Antimon, Barium und Cobalt als Schwermetalle. Schwermetalle kommen in der Erdkruste vor. Einige sind in Wasser, Luft und Nahrungsmitteln enthalten und unterliegen besonderer Überwachung. Bestimmte Spurenelemente (Selen, Kupfer, Chrom III) sind in geringen Konzentrationen essentiell für die Funktion von Lebewesen, darunter auch für den Menschen. Ein Mangel an Spurenelementen kann schwerwiegende Gesundheitsprobleme hervorrufen.

      Warum sind in einigen Kosmetikprodukten Spuren von Schwermetallen enthalten?
      Schwermetalle werden nicht als Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten verwendet. Bestimmte metallische Spurenelemente sind durch aktuelle internationale Vorschriften verboten. Das Vorhandensein sehr geringer Mengen oder Spuren von Schwermetallen wird in Kosmetikprodukten jedoch toleriert, solange sie für Menschen nicht gesundheitsschädlich und technisch unvermeidbar sind. Die Spuren stammen häufig aus Verunreinigungen bestimmter synthetischer oder natürlicher Rohstoffe (Farbstoffe, Pigmente, schillernde Materialien) oder aus der Produktherstellung, Lagerung oder dem Verpackungsverfahren. Das Vorhandensein dieser Spuren gilt als auf technischer Ebene unvermeidlich. Die Präsenz von Bleispuren in Lippenstiften ist häufig Gegenstand besonderer Aufmerksamkeit.

      Welches sind die potentiellen Risiken?
      Werden Schwermetalle dauerhaft über die Nahrung und Wasser oder durch das Einatmen stark belasteter Luft aufgenommen, können sie sich im menschlichen Körper stetig ansammeln und so ernsthafte Vergiftungen und verschiedene chronische Erkrankungen hervorrufen. So führt eine übermäßige Aufnahme von Blei zu einer Bleivergiftung, während Cadmium Nieren- und Leberläsionen auslösen kann. Chrom (VI) ist stark krebserregend, während Chrom (III) ein wesentliches Spurenelement ist.

      Wie wird das Schwermetallniveau in unseren Kosmetikprodukten kontrolliert?
      Wir verwenden in unseren Kosmetikprodukten keine Schwermetalle als Inhaltsstoffe. Um das Vorhandensein unvermeidlicher Spuren von Schwermetallen in bestimmten Produkten zu kontrollieren, wurde ein umfangreiches Programm zur Auswahl und analytischen Charakterisierung betroffener Rohstoffe eingerichtet. Zudem kontrollieren wir unsere Herstellungsprozesse. Wir verlangen auch von unseren Rohstofflieferanten die Einhaltung sehr strikter Standards im Hinblick auf Schwermetalle. Selbstverständlich beachten wir die aktuellen internationalen Vorschriften, die die Höchstkonzentrationen bestimmter Schwermetalle in Kosmetikprodukten festlegen. Wir verwenden jedoch immer niedrigere Grenzwerte als in die Vorschriften festgelegen.

      Beispielsweise sind die Bleispuren, die in einigen unserer Lippenstifte vorhanden sind, äußerst gering und stehen in keinem Zusammenhang mit Gesundheitsgefahren für Konsumenten. Die Bleispuren, die im Zusammenhang mit der Anwendung von Lippenstift stehen, sind 500- bis 1000-mal niedriger als die aus der täglichen Aufnahme von Trinkwasser stammende Menge.

    • Was sind Allergene?
      Allergene sind körperfremde Substanzen, die bei einigen Personen nach mehreren Kontakten eine Überreaktion des Immunsystems, eine Allergie, herbeiführen können. Allergene sind in unserer Umwelt und Nahrung natürlich vorhanden. Beispielsweise können Pollen oder Staubmilben Asthma auslösen, Erdnüsse, Schalentiere und Erdbeeren sind für das Auslösen allergischer Reaktionen bekannt, die sehr schwer sein können. Schließlich gibt es auch synthetische Inhaltsstoffe mit allergischem Potential. Dies ist bei bestimmten Medikamenten, Farbstoffen, Duftstoffen, etc. der Fall.

      Es werden verschiedene Allergietypen unterschieden. Die bekanntesten darunter sind der Soforttyp, der sehr schwerwiegend ausfallen kann und hauptsächlich bei Nahrungsmittelallergien auftritt, sowie Allergien, die erst verzögert nach dem Kontakt auftreten und Hautreaktionen (Rötung, Juckreiz, etc.) auslösen können, die sehr unterschiedlich ausfallen können.

      Welche Risiken bestehen bei Kosmetika?
      Kosmetikprodukte können gelegentlich allergische Reaktionen auslösen, hauptsächlich Kontaktallergien. Die Reaktionen entstehen aufgrund von Inhaltsstoffen wie bestimmten Haarfärbemitteln, Konservierungsstoffen und Duftstoffen (siehe Datenblätter). Die Reaktionen sind selten und im Allgemeinen auf die Stelle der Produktanwendung beschränkt. Wird das Produkt nicht mehr verwendet, treten auch keine Reaktionen mehr auf. Die Reaktionen können den Besuch bei einem Dermatologen und eine angemessene Behandlung erfordern.

      Warum sind Produkte von L'Oréal sicher?
      Die in unseren Produkten verwendeten Inhaltsstoffe wurden alle sorgfältig auf ihr allergisches Potenzial untersucht. Wenn wir vor der Vermarktung die Produktsicherheit bewerten, stellen wir sicher, dass die Inhaltsstoffe, aus denen das Produkt besteht, so verwendet werden, dass das Allergierisiko bei den Konsumenten gering ist.

      Dieser strenge Ansatz gilt für alle von uns entwickelten Produkte.

      In seltenen Fällen und bei spezifischen Produkten, bei denen ein Allergierisiko bekannt ist, das nach derzeitigem Stand der Wissenschaft und Technik nicht vollständig verhindert werden kann, informieren wir die Konsumenten darüber. Die Angaben über mögliche Risiken bei der Verwendung finden die Verbraucher auf den Produktverpackungen. Zudem geben wir Testmethoden an, mit denen man eine mögliche Sensibilisierung erstellen kann, bevor das Produkt verwendet wird. Dies ist der Fall bei Haarfärbeprodukten, für die wir die systematische Durchführung eines Allergieverdachtstests 48 Stunden vor dem Colorieren empfehlen (siehe Haarfärbemittel). Wir waren übrigens die Ersten, die die Durchführung dieses Tests empfahlen.

      Im Allgemeinen empfehlen wir, dass Konsumenten, die ihre Neigung zur Allergie kennen, aufmerksam die Liste der Inhaltsstoffe auf allen Kosmetikprodukten durchlesen, um die Verwendung von Produkten zu vermeiden, die den verantwortlichen Inhaltsstoff bzw. Inhaltsstoffe enthalten.

    • Bestehen Risiken für Babys?
      Bestimmte Kosmetikprodukte wurden speziell dafür entwickelt, den Hygiene- und Hautpflegeanforderungen von Babys zu entsprechen. Dies sind hauptsächlich Hygieneprodukte (Shampoos und Badeprodukte), Lotionen und Feuchttücher (für das Gesicht und bestimmte Körperbereiche, insbesondere nach dem Wickeln) und Hautpflegeprodukte (Feuchtigkeitscremes für Gesicht und Körper).

      Die Haut eines nicht-frühgeborenen Babys ist eine sehr effektive kutane Schutzschicht, deren Durchlässigkeit sich nicht sonderlich von der Haut Erwachsener unterscheidet. Die aktuellen internationalen Kosmetikvorschriften definieren daher bezüglich der Sicherheitsbewertung bei Kosmetikprodukten für Babys keine spezifischen Maßnahmen, die von den für alle Konsumenten geltenden Maßnahmen abweichen. Dennoch wurden von französischen Behörden im Jahr 2010 bezüglich der Evaluierung von Kosmetikprodukten für Kinder unter 3 Jahren Empfehlungen ausgesprochen.

      Diese Kosmetikprodukte erhielten jahrelang besondere Aufmerksamkeit durch die zuständigen internationalen Behörden und standen unterer spezieller Beobachtung.

      Warum sind Produkte von L'Oréal für Babys sicher?
      Wir machen bezüglich Qualität und Sicherheit unserer Produkte für all unsere Konsumenten niemals Kompromisse und Babys erhalten besondere Aufmerksamkeit.

      Vor mehr als 15 Jahren haben wir besondere Richtlinien für die Rezepturen von Babyprodukten erstellt. Diese Richtlinien regeln sehr strikt die Zusammensetzung, Verpackung sowie das spezifische Sicherheitsüberprüfungsprogramm für Inhaltsstoffe und Produkte für Babys. Diese Richtlinien beziehen sich auf Produkte für Kinder unter 3 Jahren. Sie sind erheblich strenger als die aktuellen internationalen rechtlichen Vorgaben für Kosmetikprodukte und verlangen darüber hinaus, dass die Rezepturen bestimmten Grundsätzen entsprechen:

      - Inhaltsstoffe, deren Verwendung in Babyprodukten weit verbreitet ist, sind vorzuziehen. Bestimmte Inhaltsstoffe dürfen nicht verwendet werden.
      - Konservierungsstoffe werden nur dann verwendet, wenn diese zur Sicherstellung des mikrobiologischen Schutzes der Produkte absolut unverzichtbar sind. Die Konservierungsstoffe werden nach ihrer Verträglichkeit aus einer sehr eingeschränkten Liste von Stoffen ausgewählt.
      - Bei Produkten, die für das Gesäß bestimmt sind und die über einen längeren Zeitraum eng mit der Haut in Kontakt kommen, werden bei der Auswahl und Konzentrationen der Inhallstoffe noch strengere Sicherheitsvorgaben und -beschränkungen zugrunde gelegt.

      Unsere Richtlinien umfassen ein komplettes Programm zur Bewertung der Sicherheit. Es besteht aus verschiedenen Stufen für Erwachsene und für Kinder unter drei Jahren. Diese Richtlinien stellen unter normalen Anwendungsbedingungen ein sehr hohes Sicherheitsniveau für junge Konsumenten sicher.

    • Bestehen Risiken für Mutter oder Kind?
      Es liegen keine wissenschaftlichen Studien vor, die Risiken für Schwangere oder Säuglinge im Zusammenhang mit dem Gebrauch von Kosmetikprodukten aufzeigen

      Die aktuellen internationalen Kosmetikvorschriften verlangen daher keine spezifischen Maßnahmen, um die Sicherheit eines Produktes für schwangere Frauen zu bewerten, es gilt die gleiche Vorgehensweise wie bei Nicht-Schwangeren. Die Produkte und ihre Inhaltsstoffe durchlaufen strenge Sicherheitsüberprüfungen, um zu gewährleisten, dass ein hohes Sicherheitsniveau für Konsumenten und deren Kinder eingehalten wird.

      Bei Schwangeren kann die Veränderung des Körpers auch zu Veränderungen der Haut führen. Es kann beispielsweise vorkommen, dass die Haut reaktionsfreudiger oder empfindlicher wird und Schwangerschaftsstreifen aufweist. Durch Sonneneinstrahlung können stark pigmentierte Partien im Gesicht entstehen, was zu einer so genannten ""Schwangerschaftsmaske"" führt. Daher wird dringend empfohlen, die Haut während der Schwangerschaft mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen,sich nicht den Sonnenstrahlen auszusetzen und gegebenenfalls ein entsprechendes Sonnenschutzprodukt zu verwenden.

      Warum sind Produkte von L'Oréal sicher?
      Bei der Qualität und Sicherheit unserer Produkte gibt es für uns keine Kompromisse. Es ist für uns eine grundlegende, unantastbare Verpflichtung gegenüber beruflichen Verwendern (z.B. Friseure und Kosmetikerinnen) und unseren Verbrauchern. Unsere Produkte durchlaufen vor der Vermarktung eine Sicherheitsüberprüfung, die in Übereinstimmung mit den höchsten internationalen Standards implementiert wurde. Die Bewertung der möglichen Auswirkungen der Inhaltsstoffe von Kosmetikprodukten auf die Reproduktion ist eine integrale Komponente dieses Prozesses. Wir überprüfen zudem, ob die Produktkategorie für die Zielgruppe geeignet ist. Wenn entsprechende Hinweise aus unseren Analysen vorliegen raten wir Schwangeren in Ausnahmefällen vom Gebrauch eines Produkts ab. Dies wird auf dem Produkt kenntlich gemacht (Slimming-Produkte).

      Stehen bestimmte Inhaltsstoffe in Frage, beobachten wir die entsprechenden wissenschaftliche Entwicklungen dazu und die Meinung von Gesundheitsbehörden sehr genau.

      Beispielsweise kann sich die übermäßige Einnahme von Vitamin A während der Schwangerschaft nachteilig auf die richtige Entwicklung des Fötus auswirken. Einige Behörden (Frankreich und Deutschland) stellten daher zu Recht die Sicherheit des Gebrauchs von Vitamin-A-Derivaten (Retinol, Vitamin-A-Palmitat, Vitamin-A-Azetat), die sich in Gesichtspflegeprodukten befinden, für Schwangere in Frage. Allerdings kamen die Behörden auf Grundlage der von der Kosmetikbranche zusammengestellten Daten zu dem Schluss, dass die Exposition gegenüber Vitamin A im Zusammenhang mit dem Gebrauch von Kosmetikprodukten, die Vitamin-A-Derivate enthalten, bei üblichen Konzentrationen nicht mit einem Risiko für Schwangere in Verbindung gebracht werden kann.

      Wir vermarkten Kosmetikprodukte, die von Schwangeren sicher und ohne Gefahr für das Kind verwendet werden können.

      Bei spezifischen Fragen in Bezug auf die Verwendung unserer Produkte während der Schwangerschaft weisen wir unsere Kunden stets an, sich an ihren Arzt oder Gynäkologen zu wenden.

    • Was sind Endokrine Disruptoren?
      Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert endokrine Disruptoren als ""körperfremde chemische Substanzen natürlicher oder künstlicher Herkunft, die die Funktionen des Hormonsystems beeinträchtigen können und die daher gesundheitsschädliche Auswirkungen auf einen intakten Organismus oder dessen Nachkommen hervorrufen"". Ein endokriner Disruptor ist somit eine Substanz oder eine Mischung von Substanzen, die mit dem Hormonsystem interagiert und dadurch Auswirkungen auf die Gesundheit verursacht. Umgekehrt sind Substanzen, die mit dem Hormonsystem interagieren, ohne gesundheitsschädliche Auswirkungen zu verursachen, nicht als endokrine Disruptoren zu betrachten. Die Untersuchung von endokrinen Disruptoren und deren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit ist Gegenstand wissenschaftlicher Forschungen. Seit 1990 sind mehr als 4000 wissenschaftliche Artikel dazu veröffentlicht wurden. Bis heute wird dieses Thema kontrovers diskutiert. Die beteiligten Parteien (NGOs, Medien und Verbraucherschutzorganisationen) verlangen beharrlich, dass die Substanzen, die mit dem Hormonsystem interagieren, jedoch keine bewiesenen Auswirkungen auf die Gesundheit haben, vorsorglich gesetzlich verboten werden sollen. Keine dieser attackierten Substanzen entspricht jedoch der Definition der WHO.

      Gibt es endokrine Disruptoren in unseren Produkten?
      Unsere Produkte enthalten gemäß Definition der WHO keine endokrinen Disruptoren. Mehrere Substanzen, die in verschiedenen Industriezweigen verwendet werden, wie in den Branchen Chemie, Agrochemie, Lebensmittel und Konsumartikel, werden als endokrine Disruptoren bezeichnet. Diesen Substanzen wird häufig vorgeworfen, aufgrund ihrer Interaktion mit dem Hormonsystem Fehlfunktionen von Stoffwechsel, Wachstum und Reproduktion sowie hormonabhängige Krebserkrankungen hervorzurufen. Bestimmte Substanzen in Kosmetikprodukten, wie Phtalate und Parabene, wurden nur deshalb wiederholt angegriffen, weil eine Reaktion mit verschiedenen Hormonrezeptoren in Zellkulturmodellen bekannt ist. Jedoch bestätigte bisher keine valide wissenschaftliche Studie, dass die Hormoninteraktionen Anlass geben, Auswirkungen auf die Gesundheit zu vermuten.

      Wie kann die Sicherheit der Inhaltsstoffe in diesem Zusammenhang sichergestellt werden?
      Wir haben das Thema der endokrinen Disruptorenin unseren Innovatoinsprozess ingegriert. Dabei gehen wir nach dem Prinzip der Antizipation vor. Die in unseren Produkten verwendeten Substanzen verfügen über eine Sicherheitsbewertung, die belegt, dass sie gemäß Definition der WHO keine Charakteristika von endokrinen Disruptoren aufweisen. Aufgrund der erheblichen wissenschaftlichen und sozialen Signalwirkung bei bestimmten Inhaltsstoffen entscheiden wir uns möglicherweise dennoch dafür, diese nicht länger in unseren Produkten zu verwenden, ihren Gebrauch zu reduzieren oder sie auf einzelne Produktkategorien zu beschränken, auch wenn die gegenwärtigen internationalen Vorschriften deren umfangreichen Gebrauch gestatten. Außerdem haben wir für die Auswahl unserer neuen Inhaltsstoffe eine umfangreiche Plattform für prognostizierende Testmethoden entwickelt, die ohne Tierversuche auskommen. Diese ermöglichen, zu vermeidende Inhaltsstoffe zu erkennen, die mit bestimmten Hormonrezeptoren interagieren. Unsere Innovationsprozess basiert also auf dem Prinzip der Antizipation. Das heißt, jedes Risiko, auch wenn es nicht wissenschaftlich belegt ist oder nur in der Gesellschaft diskutiert wird, findet in unserer Sicherheitsbewertung Berücksichtigung. So stellen wir sicher, dass die Konsumenten unseren Produkten vertrauensvoll verwenden können.