Abfall-Management: den richtigen Mittelweg finden

L'Oréal hat es sich zum Ziel gesetzt, verantwortungsvoll mit Verpackungsabfall umzugehen und gleichzeitig vor Ort den Kommunen zu helfen. Die Strategie von L‘Oréal in den Schwellenländern.

Handling des Abfallaufkommens
Handling des Abfallaufkommens

Wie verwalten Schwellenländer ihren Abfall? Um diese Frage zu beantworten, hat L’Oréal im Jahr 2012 in sechs Ländern, in denen der Konzern seine Aktivitäten ausweiten möchte (Brasilien, Indien, Indonesien, China, Nigeria und Südafrika) eine Umfrage gestartet. Die Herausforderung ist groß, denn in diesen Ländern gibt es kaum öffentliche Programme für Abfallmanagement. In den Städten sammeln sogenannte Abfallsammler den Müll und verkaufen ihn, was eine Parallelwirtschaft schafft. Charles Duclaux, bei L'Oréal verantwortlich für nachhaltige Entwicklung, innovative Umweltkonzepte und Reporting, erläutert: "Der Konzern muss dafür sorgen, dass anfallender Verpackungsmüll fachgerecht entsorgt wird, möchte aber auch zur Entwicklung vor Ort beitragen. Wir müssen einen Mittelweg finden, der die Abfallsammler nicht ihres Einkommens beraubt. Diese Menschen sind ein beträchtlicher Teil der Gesellschaft und leben meist in großer Armut und unter schlechten hygienischen Bedingungen. Trotzdem spielen sie eine wichtige Rolle im Umweltschutz. Wir müssen unser Abfallmanagement neu aufstellen und dafür sorgen, dass künftige Systeme die Abfallsammler einbeziehen." Daher muss Land für Land ermittelt werden, welche Abfälle in den Städten entstehen und in welcher Menge, nach welchen Vorschriften das Abfallmanagement funktioniert, welche Systeme die Behörden eingerichtet haben und welche anderen Parallelsysteme es gibt.

Abfallsammler

  • 3 Millionen pemulung (Abfallsammler) in Indonesien, das sind 1,2 % der Bevölkerung