In Chile entsteht das globale Programm zur Risikobewertung von Erdbebengefahren

Die Sicherheit aller Konzernmitarbeiter weltweit muss gewährleistet sein. Jetzt kann L’Oréal mit einer Weltkarte von erdbebengefährdeten Gebieten gefährdete Betriebsstätten, beispielsweise in Chile, sichern.

Das Dach des L’Oréal-Gebäudes in Santiago de Chile.
Das Dach des L’Oréal-Gebäudes in Santiago de Chile.

Im Februar 2010 wurde die chilenische L’Oréal-Hauptverwaltung in Santiago von einem Erdbeben stark beschädigt. Danach beschloss der Konzern ein innovatives, ehrgeiziges Programm zur Risikobewertung von Erdbebengefahren. Ziel ist es, die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten. "Wir wollten alle Gebäude in Gefahrenzonen daraufhin überprüfen, dass sie im Falle eines Erdbebens keine Gefahr für Leib und Leben unserer Mitarbeiter darstellen," wie Immobiliendirektor Frank Privé erläutert. Als Partner für dieses Programm wählte L’Oréal das Bureau Veritas. "Dieses global tätige Unternehmen ist als Prüforganisation anerkannt und verfügt über Kompetenz in der Risikobewertung durch Messen der Resonanz eines Gebäudes mit Sensoren, woraus man das Verhalten bei einem Erdbeben errechnen kann," erklärt der Leiter Immobilienprojekte Jean-Michel Duffieux. Bureau Veritas erstellte eine Weltkarte der Erdbeben-Gefahrenzonen und ermittelte 110 potenziell gefährdete Gebäude. Diese wurden überprüft, und die 35% betroffenen Immobilien wurden oder werden im Rahmen eines Aktionsplans gesichert. Dabei kommen verschiedene Maßnahmen zum Tragen, von der Schulung der Mitarbeiter bis zum Umzug in neue Räumlichkeiten, aber auch das Errichten von Sicherheitshüllen, Maßnahmen zum Innenausbau oder Baumaßnahmen zur Verstärkung. Das Programm kommt bei jedem Neubau in einem Erdbeben-Risikogebiet zum Einsatz.